Kritik an Drohnen Für Wildtiere im Alpstein werden Drohnen zur Todesgefahr

Im Alpstein setzen Touristen vermehrt Drohnen ein. Während sie Gämsen oder Steinböcke von oben fotografieren, versetzen sie diese in Panik. Das schwächt die Tiere und kann tödlich enden.

Eine Drohne mit einer Kamera schiesst Bilder aus der Luft. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Einfache Drohnen sind heute bereits für wenig Geld zu haben. Keystone

Situation: Der Alpstein ist für Touristen äusserst gut erschlossen. Wildhüter beobachten vermehrt, dass die Touristen Drohnen mitbringen. Mit diesen ferngesteuerten Flugzeugen können sie Wildtiere auch im unwegsamen Gelände aufspüren und Fotos schiessen.

Gefahr: Die Wildtiere können eine Drohne nicht von einem Adler unterscheiden. Sie fliehen in Todesangst und werden gerade im Winter zusätzlich geschwächt. Wildvögel werden aufgeschreckt und verteidigen ihr Nest. Das kann zu Brutausfällen führen.

Massnahmen: Die Jagdbehörden der Kantone Appenzell Innerrhoden und St.Gallen wollen die Bevölkerung besser informieren. Der WWF Ostschweiz unterstützt Vorstösse in den Kantonsparlamenten. Mit neuen Gesetzen sollen Drohnen über dem Alpstein teilweise verbannt werden. Bereits heute ist es verboten, über dem nationalen Jagdbanngebiet Säntis Drohnen fliegen zu lassen.

Reaktionen: Der Schweizerische Verband Ziviler Drohnen betont ebenfalls, dass die Natur geschützt werden müsse. Präsident Ueli Sager vergleicht die Forderung nach weiteren Verboten im Alpstein aber mit einer Hexenjagd gegen Drohnen.