Geplanter Kirchenverkauf: Emotionen gehen hoch

Die evangelische Kirchgemeinde Ebnat-Kappel will eine ihrer beiden Kirchen, die Kirche Kappel, verkaufen. Das passt nicht allen.

Die Kirche Kappel von aussen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Verkauf der Kirche Kappel an einen Unternehmer geht vielen zu weit. zvg

Die Kirchgemeinde benötige nicht zwei Kirchen, sagt der Präsident der evangelischen Kirchgemeinde Ebnat-Kappel, Huli Bolt, gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF1. Aus diesem Grund habe sich die Kirchgemeinde dazu entschieden, die Kirche Kappel zu verkaufen. Über den Verkauf entscheiden die Kirchbürgerinnen und Kirchbürger anlässlich der Kirchgemeindeversammlung vom 30. März 2014.

Gegner wehren sich gegen den Verkauf

Im Vorfeld der Abstimmung gehen die Emotionen in der Gemeinde hoch. Die Gegner haben sich formiert, wehren sich gegen den Verkauf an einen privaten Unternehmer aus dem Dorf, der in der Kirche ein Kulturzentrum errichten will.

Ihr Argument: Ein Kirchenverkauf an einen Privaten berge zu viel Risiko. Die Kirche mit dem Friedhof sei eine emotionale Angelegenheit, die Leute hingen daran.

An der Kirchgemeindeversammlung wollen die Gegner den Antrag stellen, den Verkauf zu stoppen und an der Urne darüber abzustimmen. Damit alle der rund 2000 Kirchbürger in der Gemeinde die Möglichkeit hätten, mitzuentscheiden, was mit der Kirche geschehe, dafür aber nicht extra die Versammlung besuchen müssten.