Missstände im Altersheim Glarner Regierung reagiert zurückhaltend

Gleich zwei Glarner Altersheime sind in den vergangenen Tagen wegen mutmasslicher Missstände in die Schlagzeilen geraten. Der Kanton schaut nun bei beiden Fällen genauer hin. Ob es grundsätzlich Änderungen im Heimwesen braucht, weiss die Regierung aber noch nicht.

Personen in einem Altersheim Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Trügerische Harmonie: In zwei Glarner Altersheimen soll nicht alles zum Besten stehen. Keystone

Das Problem: Medien berichteten über Missstände in einem Altersheim in Linthal und in einer Wohngruppe in Oberurnen. Die Bewohnerinnen und Bewohner würden unmenschlich behandelt, hiess es. Die Vorwürfe sind für die Öffentlichkeit nur schwer überprüfbar.

Die Reaktion: Im Fall von Oberurnen wurde eine Untersuchung eingeleitet. Beim Heim in Linthal wird die Verwaltungskommission vom Kanton eng begleitet. Man sei sich bewusst, dass es Probleme mit Personalwechsel und in der Organisation gegeben habe, sagt die zuständige Glarner Regierungsrätin Marianne Lienhard. Das Heim arbeite an Verbesserungen.

Die Zukunft: Regierungsrätin Marianne Lienhard will nun auch die eigenen Prozesse überdenken. Wie genau sie vorgehen will, kann sie aber noch nicht sagen. Es sei noch unklar, ob es Anpassungen brauche. Sie betont, dass der Kanton lediglich die Aufsicht habe und die Heime für den Betrieb selbst verantwortlich seien.