Lärmstreit GPS-Sender statt Kuhglocken stösst auf wenig Begeisterung

Im Vorarlberg konnte ein Streit um Kuhglockenlärm beigelegt werden, indem die Glocken gegen GPS-Sender ausgetauscht wurden. In der Schweiz können sich weder Bauern noch Lärmgegner für diese Idee erwärmen.

Kuh mit Glocke Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: GPS-Sender statt Kuhglocken stösst bei Bauern und Lärmgegnern in der Ostschweiz auf wenig Begeisterung. Keystone

Der alte Konflikt: Kuhglocken sorgen immer wieder für Diskussionen und sogar Rechtsstreite, weil sich Anwohner vom Gebimmel in der Nacht gestört fühlen.

Die Lösung im Vorarlberg: Nach einem zähen Rechtsstreit konnten sich ein Bauer und ein Hotelbesitzer darauf einigen, dass die Kuhglocken entfernt und durch GPS-Sender ersetzt werden. Diese werden – ähnlich wie die Glocken – den Kühen um den Hals gehängt.

Die Reaktionen in der Schweiz: Die Bauernverbände in der Ostschweiz können sich kaum für die GPS-Variante erwärmen. Sie argumentieren, dass die Glocken nicht nur dazu dienen, die Kühe zu finden, sondern Kulturgut sind. Auch Lärmgegner halten nicht viel von der Idee. Aus ihrer Sicht bräuchten die Kühe im Siedlungsgebiet weder Glocken noch ein GPS um den Hals.