Graubünden schafft Platz für Asylsuchende

Ab November mietet der Kanton Graubünden in der Gemeinde Splügen ein leerstehendes Hotel. Die Liegenschaft dient als Reserve, wenn alle anderen kantonalen Zentren voll sind, teilt die Regierung mit.

Flüchtlingskinder auf Sofa mit einer Fotokamera. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In Splügen sollen vor allem Familien untergebracht werden. Keystone

Die Auslastung der anderen acht kantonalen Zentren mache diese Massnahme nötig, begründet die Regierung ihre Entscheidung. Hinzu kommt, dass der Mietvertrag in Davos im Frühjahr 2017 ausläuft. Neu wird das ehemalige Hotel Pratigiana in Splügen als Reserveunterkunft dienen.

Damit sei auch gewährleistet, dass die Asylsuchenden nicht in unterirdischen Unterkünften untergebracht werden müssten, erklärt Regierungspräsident Christian Rathgeb die Wahl der Liegenschaft.

Am Entscheid gibt es nichts zu rütteln. Die Gemeinden seien es sich gewohnt, dass die Regierung ohne sie entscheide. Der Gemeindevorstand sei informiert. Wann die Bevölkerung informiert wird, das ist noch offen.