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Ostschweiz Grossprojekte auf grüner Wiese trotz Raumplanungsgesetz

Ab dem 1. Mai gilt das neue Raumplanungsgesetz des Bundes. Damit wird die Einzonung von neuem Bauland schwieriger. Ostschweizer Kantone wollen sich dadurch trotzdem nicht bremsen lassen.

Die Firma Würth in Rorschach
Legende: Würth in Rorschach: Ein berühmtes Beispiel einer Firmenansiedlung. Keystone

Bis die Kantone ihre Richtplanungen überarbeitet haben, gibt es quasi ein Moratorium. Es darf nur noch in Ausnahmefällen Bauland eingezont werden und nur, wenn gleichzeitig anderes ausgezont wird. Dennoch setzen die Ostschweizer Kantone auf Wachstum.

Die Regierung von Appenzell Ausserrhoden teilt am Mittwoch mit, dass mit dem neuen Baugesetz neue Areale für Firmen bezeichnet werden sollen. Der Thurgau plant seit 2011, ein grosses Areal für mögliche Ansiedlungen zu erschliessen. Daran halte man fest, sagte Baudirektor Jakob Stark auf Anfrage der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF 1.

Unterschiedliche Interessen in der Verwaltung

Die St. Galler Regierung kommunizierte Anfang Woche ihren Aktionsplan Wirtschaftspolitik. Auch darin ist festgehalten, dass der Kanton für Ansiedlungen Areale zur Verfügung stellen wolle.

Ueli Strauss vom Raumplanungsamt sagt, dass das weiterhin möglich sei. Er räumt aber auch ein, dass es dabei harte Verhandlungen zwischen dem Wirtschaftsamt und den Raumplanern gebe. Die Interessen seien nicht immer die gleichen.

Strauss betont aber auch, dass Wachstum weiterhin möglich sein sollte. Der Kanton St. Gallen setze künftig mehr auf Arbeitsplatzwachstum als auf Bevölkerungswachstum. Viele neue Arbeitsplätze könnten aber meist nur auf der grünen Wiese entstehen.

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