Gute Noten für das Verkehrsleitsystem

Weniger Unfälle und weniger Stau auf der St. Galler Stadtautobahn. Mit diesem Ziel wurde vor drei Jahren das Verkehrsleitsystem in Betrieb genommen. Die Unfälle sind nicht wirklich weniger geworden, trotzdem zieht die Kantonspolizei eine positive Bilanz.

Eine Massenkollision im Rosenbergtunnel der St. Galler Stadtautobahn SA1. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Eine Massenkollision im Rosenbergtunnel der St. Galler Stadtautobahn SA1. Keystone

Auf der Stadtautobahn ereigneten sich 2011, im Jahre der Betriebseinführung des Verkehrsleitsystems, 106 Unfälle. Das neue System zählt die Fahrzeuge und reagiert mit der Anpassung der Geschwindigkeit auf der Autobahn. «Mit tieferer Geschwindigkeit bringen wir den Verkehr besser durch die Tunnel», sagt Gian-Andrea Rezzoli, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen in der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» auf SRF1 zum Zweck des Verkehrsleitsystems.

Abstände werden nicht eingehalten

Mehr Verkehr bei tieferer Geschwindigkeit bringt auch mehr Sicherheit. So würde man meinen. Dem ist aber nicht so. Im Jahr darauf passierten 15 Unfälle mehr und letztes Jahr wieder ein paar weniger.

Jetzt aber zu behaupten, dass Verkehrsleitsystem hätte an der Situation nichts geändert, wäre falsch, meint Rezzoli.

Positive Bilanz

Er gibt dem neuen System gute Noten und macht für die schwankenden Unfallzahlen mehr das falsche Fahrverhalten der Automobilisten verantwortlich. Viel zu oft halten diese die Abstände nicht ein, was die häufigste Unfallursache sei.

Eine positive Bilanz also für das Verkehrsleitsystem. Um allerdings eine verbindliche Aussage zu machen, wie sich das System auf die Unfall-Zahlen auswirkt, da will Gian-Andrea Rezzoli noch zwei Jahre abwarten.