GVA: «Rekordverdächtiges» Geschäftsergebnis

Die Gebäudeversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen (GVA) senkt im kommenden Jahr die Prämien um 15 Prozent.
Solide Kapitalreserven und ein sehr gutes Geschäftsjahr 2012 erlauben diesen Schritt, wie die GVA am Donnerstag mitteilte.

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Bildlegende: Dank einer geringen Schadensumme an Gebäuden blickt die GVA auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Symbolbild: Keystone

Das Geschäftsergebnis von 2012 sei rekordverdächtig, heisst es: Dank einer relativ geringen Schadensumme und hohen Vermögenserträgen resultierte ein Gewinn von 63 Millionen Franken vor Bildung von Reserven und Rückstellungen. Der Gewinn übertraf damit den Prämienertrag von 52,6 Mio. Franken.

Das Kapital der GVA habe ein Niveau erreicht, das es ermögliche, die Kundinnen und Kunden an der guten Vermögenslage partizipieren zu lassen, wird Direktor Renato Resegatti im Communiqué zitiert. Von der Prämiensenkung profitieren alle Gebäudeeigentümer gleichermassen.

Genügend Einnahmen trotz Prämiensenkung

Die jährlichen Prämieneinnahmen der GVA gehen durch die Senkung von 53 Millionen auf 45 Millionen Franken zurück. Dies reiche immer noch aus, damit die GVA ihren Verpflichtungen nachkommen könne, heisst es. Unverändert bleibt die gesetzliche Feuerschutzabgabe, die zusammen mit den GVA-Prämien erhoben wird.

Die GVA hat den gesetzlichen Auftrag, alle Gebäude im Kanton St. Gallen gegen Brand- und Elementarschäden zu versichern. Als selbständige öffentlich-rechtliche Anstalt haftet die GVA allein mit ihrem Vermögen für alle Verpflichtungen. Solide Kapitalreserven seien deshalb überlebenswichtig, schreibt die GVA.