Heizöl-Lieferanten haben zu kämpfen

Heizen mit Öl wird immer unpopulärer. Alternative Energien sind auf dem Vormarsch. Heizöl-Lieferanten klagen über Umsatz-Rückgänge. Warme Winter und die CO2-Abgabe machen ihnen das Leben schwer. Branchen-Kenner rechnen mit einer Marktbereinigung. Gerade kleineren Heizöl-Händlern droht das Aus.

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Bildlegende: Ölheizungen werden zur Mangelware. Heizöl-Lieferanten haben zu kämpfen. Keystone

Die Riklin AG ist ein kleines Familienunternehmen in St. Gallen. Philipp Riklin, der Chef des regionalen Heizöllieferanten klagt über leere Auftragsbücher. Der Bund hat auf dieses Jahr hin die Co2-Abgabe verdoppelt. Wegen der teureren Tarife haben die 10 Angestellten der Riklin AG derzeit wenig zu tun: «Wir schicken die Mitarbeiter in die Ferien und bauen Überzeiten ab.»

Marktbereinigung zeichnet sich ab

Vor allem für die kleineren und mittleren Unternehmen wird die Luft dünner. Aber auch die grossen Schweizer Heizöl-Lieferanten wie die Avia spüren dies. Die Ostschweizer Sektion Avia Osterwalder beschäftiget 75 Mitarbeiter. Sie rechnet in diesem Jahr mit bis zu zehn Prozent weniger Umsatz, sagt der Bereichsleiter Handel und Logistik, Michael Wüthrich: «Öl ist nicht mehr sexy.» Etlichen kleinen Betrieben drohe das Ende. Es werde schon bald eine Marktbereinigung geben, so Wüthrich weiter. Viele Heizöllieferanten bieten deshalb vermehrt Energieberatungen an, um sich über Wasser zu halten.