Hochstammbäume: Thurgau bremst den Niedergang

Der Kanton Thurgau hat nach den verheerenden Folgen des Feuerbrandes das Projekt «Zukunft Obstbau» lanciert. Damit wird die Pflanzung von neuen Hochstämmern und von Hecken gefördert. 6500 neue Hochstämmer sind gepflanzt. Ungewiss sind aber die Folgen der neuen Agrarpolitik des Bundes.

Hochstammbäume im Kanton Thurgau Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Im Kanton Thurgau sind wieder vermehrt Hochstammbäume anzutreffen. Keystone

Rund 15'000 Hochstamm-Obstbäume sind in den Jahren 2000 bis 2008 der verheerenden Bakterienkrankheit Feuerbrand zum Opfer gefallen. Die Rodungen haben ihre Spuren im Landschaftsbild hinterlassen. Um dem entgegenzuwirken, fördert das Projekt «Zukunft Ostschweiz» die Anpflanzung von Hochstämmern.

Ungewisse Folgen der neuen Agrarpolitik

Nur ein Teil der 6500 neuen Hochstämmer sind Obstbäume - gepflanzt wurden auch Eichen, Nussbäume oder Edelkastanien. Dennoch konnte der drastische Rückgang der Obstbaum-Hochstämmer gebremst werden, wie Markus Harder, Leiter des thurgauischen Landwirtschaftsamtes, gegenüber dem «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF1 erklärt.

Neues Ungemach könnte den Hochstämmern aber von der geänderten Agrarpolitik des Bundes drohen. Wegen erhöhter Qualitätsstandards könnten Obstbauern weniger Geld für ihre Hochstämmer erhalten - und deshalb versucht sein, ihre Hochstämmer zu roden.