Hügli beendet schwieriges Jahr mit tieferem Ergebnis

Der St. Galler Lebensmittelhersteller Hügli hat als Zulieferer in der Nahrungsmittelbranche stark unter der Zurückhaltung seiner Kunden gelitten. Diese haben wegen des starken Frankens deutlich weniger nachgefragt und dem Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr einen Gewinneinbruch beschert.

Zwei Hügli-Produkte stehen auf einem Tisch Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Hügli-Gruppe verdiente im letzten Jahr deutlich weniger mit ihren Produkten. 2013 soll sich das wieder ändern. Keystone

Unter dem Strich verbleiben Hügli noch 15 Millionen Franken. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang von 23 Prozent. Wie das Unternehmen festhält, sei der Rückgang des operativen Gewinns zu mehr als der Hälfte durch den Bruttomargenverlust verursacht. Aber auch die Umsatzreduktion und die negativen Fremdwährungsdifferenzen hätten dazu beigetragen.

Als Zulieferer musste Hügli die Umsatzrückgänge der Kunden mittragen. Ohnehin sei die Nachfrage im Euroraum schwach gewesen, was einzelne, grosse Anbieter zu einem verschärften Preiswettbewerb bewogen und so die Margen unter Druck gesetzt habe, schreibt Hügli. Hinzu kamen hohe Rohstoffkosten, insbesondere in der ersten Jahreshälfte.

Der Gesamtumsatz des Herstellers von Trockenmischungen für Suppen, Saucen oder Bouillons sank - wie schon Ende Januar mitgeteilt - um 2,2 Prozent auf 324,8 Millionen Franken. In Lokalwährungen wäre der Umsatz lediglich um 0,6 Prozent gesunken.

Trotz Einbussen auf breiter Front gibt sich Hügli zuversichtlich, was die weitere Entwicklung betrifft. So habe sich bereits im vierten Quartal 2012 eine Verbesserung abgezeichnet. Das erste Quartal dieses Jahres zeige ein organisches Umsatzwachstum von -0,2 Prozent. Dies sei im Rahmen der Erwartungen.

Hügli hat die Vertriebsaktivitäten des deutschen Nahrungsmittelherstellers Vogeley per Anfang 2013 übernommen. Für das Gesamtjahr rechnet der Lebensmittelhersteller mit einem Umsatzwachstum von 10 Prozent, vorausgesetzt die Rohstoffpreise stabilisieren sich auf hohem Niveau.