Nach dem frostigen April Hummeln retten die Apfelernte

Bauer Ivo Sager und Richard Hollenstein vom kantonalen Landwirtschaftszentrum vor einem Apfelbaum Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Bauer Ivo Sager und Richard Hollenstein vom kantonalen Landwirtschaftszentrum kontrollieren den Erfolg der Bestäubung. SRF / Michael Breu

Bereits Ende März blühten die Apfelbäume. Doch dann kam der Kälteeinbruch: Vom 10. April bis zum 10. Mai war es in der Ostschweiz frostig kalt. 80 Prozent der Apfelbaumblüten erfroren. Und noch weiteres Ungemach drohte: der Totalausfall der Ernte. Grund: Die Honigbienen, Bestäuberinnen der Apfelbäume, fliegen nicht bei Temperaturen unter 12 Grad.

Hummeln für den Ernstfall

Eine Lösung kennt Richard Hollenstein vom kantonalen Landwirtschaftszentrum in Flawil. «Hummeln sind bereits bei wenigen Grad über dem Nullpunkt unterwegs», sagt der Obstbau-Experte. «Ideal also für die Bestäubung der Apfelbäume.»

Bauer Ivo Sager aus Lömmenschwil nahm den Rat Hollensteins an und bestellte Hummelvölker. Noch sei es zu früh für eine Bilanz, doch ein erster Kontrollgang zeige, dass die Apfelbäume, die von Hummeln befruchtet wurden, mehr Früchte tragen. «Ich rechne mit einer mittleren Ernte», sagt Sager.