«Ich bin auch bereit, mich nackt auszuziehen»

Als Schweizer Kommissar im Bodensee-«Tatort» kennen ihn viele Fernseh-Zuschauerinnen und Zuschauer. Als Regisseur ist Roland Koch hingegen noch wenig bekannt. Das soll sich mit seiner Arbeit am Theater St. Gallen nun ändern. Hier inszeniert er Moritz Rinkes Komödie «Wir lieben und wissen nichts.»

Roland Koch mit seiner Konstanzer Tatort-Kollegin Eva Mattes. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Roland Koch mit seiner Konstanzer Tatort-Kollegin Eva Mattes. SRF

In Moritz Rinkes Theaterstück treffen zwei Paare aufeinander. Sie haben vereinbart für ein paar Wochen ihre Wohnungen zu tauschen. Das Ganze artet aus, es kommt beinahe zum Partnertausch. Die Komödie will in erster Linie unterhalten. Für Schauspieler Roland Koch (55) ist das Engagement in St. Gallen ein Schritt, sich breiter abzustützen: «Mit 50 Jahren ist es als Schauspieler schwierig, gute Angebote zu erhalten.»

Ein feiner Mensch

Diana Dengler spielt am Theater St. Gallen unter der Regie von Roland Koch: «Zuerst war ich etwas eingeschüchtert, weil man ihn aus dem Fernsehen kennt. Er ist aber ein feiner Regisseur, der nie herumschreit und uns Schauspieler gut führen kann.» Roland Koch gehört zum Ensemble des renommierten Burgtheaters in Wien. Dass er in erster Linie als Schweizer Kommissar im Konstanzer Bodensee-«Tatort» wahrgenommen wird, stört Roland Koch nicht: «In St. Gallen ist es nicht wie in Wien. Das Theater füllt sich nicht von alleine. Ich ziehe mich auch nackt aus, wenn es der Sache dient.»