Im Glarner Untergrund wird geräumt

Der Kanton Glarus kann einen Teil der geschützten Operationsstelle GOPS unter dem Spital in Glarus in ein Rechenzentrum für die Verwaltung umbauen. Der Landrat bewilligte einen Kredit von 955 000 Franken. Die GOPS muss dafür von viel Material befreit werden, das jahrzehntelang Staub ansetzte.

Unterirdischer Operationssaal Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ein Operationssaal im alten Notspital, beinahe im Originalzustand SRF

Der Kanton Glarus hat seine Server für die Informatik heute an acht verschiedenen Orten untergebracht. Sicherheit und Zuverlässigkeit seien so nicht nicht immer gewährleistet, begründete die Regierung ihren Antrag.

In einem Teil des alten unterirdischen Notspitasl (eigentlich:geschützte Operationsstelle GOPS) soll in den nächsten beiden Jahren ein zentrales Rechenzentrum entstehen. Für den anderen Teil plant das Spital eine Tiefgarage.

Die GOPS wurde Ende der 60er-Jahre gebaut, mitten im Kalten Krieg. Während der grossen Sanierungen des Spitals bot sie Ausweichmöglichkeiten für Arbeitsbereiche des Spitals. Seit 2003 wurde das Notspital nicht mehr als solches genutzt und auch nicht mehr gewartet.

Die unterirdischen Räume und Gänge wurden als Lager genutzt. Gewisse Bereiche blieben im Originalzustand: Kästen voller Verbandsmaterial und Operationskleidung aus den 70er-Jahren, Operationssäle, Pritschen, Küchengeräte für die Verpflegung des Spitals im Katastrophenfall.