Im Thurgau könnte Fracking nun doch verboten werden

Die Regierung des Kantons Thurgau wollte Fracking erlauben, solange der Betreiber die Umweltverträglichkeit nachweisen kann. Anders sieht dies nun die vorberatende Kommission des Kantonsparlaments.

Bohrturm des Geothermie-Projekts in St. Gallen Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wenn es nach der Kommission geht, soll Fracking im Thurgau nur im Zusammenhang mit Geothermie erlaubt sein. Keystone

Die Kommission hat das Gesetz so angepasst, dass nicht mehr alle Formen des Frackings möglich wären. «Was man landläufig unter Fracking versteht, also Gasförderung durch Fracking wie in den USA oder zum Teil in England, das wäre nach dem neuen Gesetz nicht erlaubt», sagt Kommissions-Präsident Josef Gemperle. Weiterhin erlaubt wäre Fracking jedoch im Zusammenhang mit Geothermie.

Die Diskussion rund um Fracking ist im Thurgau also neu lanciert. Als nächstes beschäftigt sich das Kantonsparlament mit der Vorlage, sie ist auf Anfang September traktandiert.

Fracking ist eine Methode zur Erzeugung von Rissen im tiefen Untergrund. Das Ziel ist, die Durchlässigkeit der Gesteinsschichten zu erhöhen. Dadurch können darin befindliche Gase oder Flüssigkeiten leichter zur Bohrung fliessen und damit auch leichter nach oben gefördert werden. Umstritten ist Fracking, wenn giftige Chemikalien eingesetzt werden.