Immobilienverwalter kaufen auf Vorrat Heizöl ein

100 Liter Heizöl kosten zurzeit rund 80 Franken. Der Ölpreis ist 20 Prozent günstiger als noch vor einem halben Jahr im Sommer. Die tiefen Priese nutzen Immobilienverwalter und kantonale Verwaltungen und kaufen auf Vorrat Heizöl ein.

Ein Mann füllt einen Heizöltank Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Viele Ostschweizer wollen vom tiefen Preis profitieren und lassen ihre Öltanks schon früher als nötig auffüllen. zvg

Der Kanton St. Gallen muss für seine Liegenschaften rund 200'000 bis 250'000 Liter Heizöl im Jahr einkaufen. Diese kosten im Moment rund 200'000 Franken. Kauft Immobilienbewirtschafter Daniel Braun jetzt Brennstoff ein, spart er rund 20 Prozent. So früh Öl nachzukaufen sei zwar unüblich, aber durchaus überlegenswert, so Braun. Man beobachte den Preis natürlich ständig.

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Gründe für den Preiszerfall:

Das weltweite Rohölangebot ist riesig. Dazu kommt, dass der Schieferölboom in den USA (Fracking) den Markt üerschwemmt. Trotz des Preiszerfalls hat die Opec, die Organisation erdölexportierender Länder, entschieden, die Fördermenge nicht zu kürzen. Zudem ist die Nachfrage wegen der schwächelnden Konjunktur in vielen Industrieländern gering.

Bereits auf Vorrat eingekauft hätten viele andere Ostschweizer Firmen, Immobilienverwalter, aber auch private Haushalte, so Philipp Riklin, Geschäftsführer des Heizöl-Lieferanten Riklin.

Viele hätten ihre Tanks schon zwischen Mai und November aufgefüllt, einige sogar ohne, dass es bereits nötig gewesen wäre. Der Füllgrad in der Schweiz ist im Moment überdurchschnittlich hoch, sagt Philipp Riklin weiter. Auch für nächstes Jahr seien schon Bestellungen gemacht worden. Man dürfte auch weiter vom tiefen Ölpreis profitieren, denn Experten gehen davon aus, dass sich der Preis erst in mehreren Jahren erholt.