«Interessen des Flughafens Zürich werden zu stark gewichtet»

Die Region Ost ist gegen die neuen Änderungsvorschläge des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (Bazl). Die Anpassungen des Betriebsreglements des Flughafens Zürich und die Änderungen im Sachplan Infrastruktur Luftfahrt (SIL) lehnen die Gemeinden der Region Ost mit Einsprachen ab.

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Bildlegende: Der Anflüge über Nordosten sind den Gemeinden in der Ostschweiz ein Dorn im Auge. Keystone

Im Sachplan Infrastruktur Luftfahrt (SIL) des Bundes ist die Flughafenentwicklung geregelt. Ende Oktober wurde im Amtsblatt mitgeteilt, dass sich die Festlegungen im SIL und jene im kantonalen Richtplan gegenseitig ergänzen müssten, «um die Rahmenbedingungen für den Flughafen Zürich einerseits und für die Raumentwicklung in der Flughafenregion anderseits widerspruchsfrei aufeinander abzustimmen.»

Diese Formulierung stösst bei der Region Ost auf Kritik: «Die versprochene langfristige Planungssicherheit wird durch die vorgeschlagene Anpassung des SIL-Objektblatts an das Betriebsreglement 2014 infrage gestellt», heisst es in einer Medienmitteilung. Die Region Ost verlange nun vom Bund, «dass die Interessen des Flughafens Zürich nicht über die Planungssicherheit der Gemeinden gestellt werden.» Verschiedene Gemeinden aus der Region Ost hätten deshalb beim Bundesamt für Zivilluftfahrt Einsprache gegen das Betriebsreglement 2014 erhoben.

Die Region Ost ist ein Zusammenschluss der Exekutiven von 85 Gemeinden im Osten des Flughafens Zürich (Kantone Zürich, Thurgau und St. Gallen). Sie setzt sich für eine gerechte Fluglärmverteilung ein.