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Legende: Audio Betrug mit binären Optionen abspielen. Laufzeit 01:59 Minuten.
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 18.03.2019.
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Internetbetrug Kleinanleger über den Tisch gezogen

Im Internet können Kleinanleger mit binären Optionen kurzfristig auf Währungsschwankungen spekulieren: Zum Beispiel vom Dollar auf den Euro. So kurzfristig, dass man auf das Steigen oder Fallen des Kurses innerhalb einer Minute setzen kann. Binäre Option heisst diese Methode, weil das Wetten auf eine Ja- oder Nein-Entscheidung sind. Hat man richtig gesetzt, gibt es einen Gewinn, hat man sich verspekuliert, gibt es einen Verlust.

Spekulieren wie im Casino

Diese Spekulationen gleichen dem Setzen von Geld in einem Casino. Offen ist diese Methode auch für Kleinanleger, weil man auch kleinste Beträge von nur 100 Franken setzen kann. Das Risiko muss jeder selbst einschätzen. Aber bei diesen Geschäften geht es nicht nur um ein grosses Risiko. Es gibt auch Betrüger, die Anleger über den Tisch ziehen.

Behörden sind machtlos

Letztes Jahr sind bei der Kantonspolizei Thurgau vier Anzeigen eingegangen, den Handel mit binären Optionen betreffend. Es ging dabei um Gewinne, die nicht ausbezahlt wurden oder Verluste, die nicht erklärbar sind: In diesen Fällen ging es um 66'000 und 15'000 Dollar und 10'000 und 22'000 Euro. Die Behörden sind machtlos gegenüber den Betrügern. Vor allem weil die Betreiber der betroffenen Webseiten im Ausland sitzen. Und obwohl die Kontoverbindungen der Betreiber zwar bekannt sind, da man im Voraus Geld für den Handel einbezahlen musste, sind die Konti leergeräumt und die Inhaber längst über alle Berge.

Es bleibt nur die Anzeige gegen unbekannt

Wer dann auch noch einen Anwalt einschaltet, kann noch einmal enttäuscht werden. Es gibt in Deutschland zwar eine Anwaltskanzlei, die Hilfe verspricht, aber laut der Thurgauer Staatsanwaltschaft nicht mehr tun kann als man selbst: Eine Anzeige gegen Unbekannt. Unbekannt sind auch die Betrüger geblieben, die im Thurgau angezeigt wurden. Laut der Thurgauer Staatsanwaltschaft wurde kein einziger der Betrüger erwischt, die letztes Jahr fast 200'000 Franken ergaunert haben.

SRF 1, Regionaljournal Ostschweiz; 6:32 Uhr

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Ich kann nicht begreifen, dass es in der heutigen Zeit noch Leute gibt, die auf solchen Mist herein fallen. Gewinner sind immer die Betrüger. Wer schnell Reich werden möchte, kann ebenso schnell Arm werden. Die Leute sollten immer kritisch sein, man kan leider niemanden mehr trauen. Zu viele wollen ohne gross zu arbeiten Reich werden.
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