Zum Inhalt springen
Inhalt

Ostschweiz Italiener wollen Konsulat in St.Gallen retten

Das italienische Aussenministerium muss sparen. Deshalb sollen 24 Sitze im Ausland geschlossen werden. Darunter sind Botschaften und Konsulate. Unter anderem auch das Konsualt in St.Gallen. Rund 55'000 Italiener in der Ostschweiz wären betroffen. Nun regt sich Widerstand.

Seit über 100 Jahren gibt es in der Stadt St.Gallen ein italienisches Konsulat. Eine wichtige Anlaufstelle für administrative Angelegenheiten aller Art. Das Einzugsgebiet des Konsulats in St.Gallen umfasst die Kantone St.Gallen, beide Appenzell,Thurgau und Graubünden sowie Liechtenstein. Das Konsulat betreut neben rund 55'000 wohnhaften Italienerinnen und Italienern auch die zahlreichen italienischen Touristen, welche in die Ostschweiz reisen.

Das Aussenministerium von Italien will das Konsulat in St. Gallen aus Kostengründen schliessen. Eine Umwandlung in eine Konsular-Agentur kommt für das Aussenministerium nicht in Frage.

1000 Briefe an die Aussenministerin

Mit verschiedenen Aktionen will nun ein Komitee gegen die Schliessung des Konsulats kämpfen. Unter anderem wurde ein Brief an den Premierminister von Italien gesandt - dieser hat bisher aber nicht geantwortet. Zudem hat die SP-Kantonsrätin und Doppelbürgerin Laura Bucher eine einfache Anfrage an die St.Galler Regierung gestellt und bittet um ein politisches Zeichen für den Standort in St.Gallen. Daneben sind verschiedene Informationsveranstaltungen in der Ostschweiz geplant, eine Homepage wurde aufgeschaltet und man will der Aussenministerin 1000 Briefe senden, damit sie erkennt, dass die Italiener in der Ostschweiz nicht wollen, dass ihr Konsulat schliesst.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.