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Rothirsch Jagd erstmals auch im Jagdbanngebiet Säntis

Hirschrudel
Legende: Die Rothirsche ziehen sich in der Jagdsaison ins Jagdbanngebiet Säntis zurück. Keystone

Ausgangslage: Die Rothirschpopulation steigt schweizweit, auch im Kanton Appenzell Innerrhoden. Weil die Hirsche Schäden an den Bäumen anrichten, soll der Bestand unter anderem durch Abschüsse reduziert werden. Die Hirsche ziehen sich aber in der Jagdsaison regelmässig ins Jagdbanngebiet Säntis zurück, wo sie nicht oder nur von der Jagdaufsicht gejagt werden dürfen.

Neu 2017: Zum allerersten Mal dürfen in diesem Jahr alle Innerrhoder Jäger im eidgenössischen Jagdbanngebiet Säntis Rothirsche jagen. Allerdings unter strengen Auflagen, die vom Bundesamt für Umwelt bewilligt wurden. Unter anderem:

  • Die Jäger dürfen nur zu Fuss oder mit dem Velo ins Jagdbanngebiet.
  • Es wird nur auf der rechten Talseite gejagt und nur an definierten Standorten.
  • Die Abschusszahl ist auf 40 Tiere begrenzt und Geschlecht und Alter definiert.
Die Jäger rennen nicht 'Achtung, Fertig, Los' ins Jagdbanngebiet.
Autor: Ueli NefJagd- und Fischereiverwalter Appenzell Innerrhoden

Ausblick: Die Jagd auf Hirsche im Jagdbanngebiet Säntis wird jährlich evaluiert, auch im Zusammenhang mit anderen Massnahmen. Dann wird entschieden, ob die Jagd im nächsten Jahr fortgeführt oder allenfalls wieder eingestellt wird.

Die Jagd im Kanton Appenzell Innerrhoden beginnt Anfang September. Aktuell läuft noch die Vernehmlassung des Konzepts Wald & Hirsch. Wie der Jagdaufseher Ueli Nef erklärt, sind bis jetzt aber noch keine Einsprachen eingegangen.

Konzept Wald & Hirsch

Die Jagd auf Rothirsche im eidgenössischen Jagdbanngebiet Säntis ist nur eine Massnahme aus einem gesamten Konzept. Das Konzept sieht auch Verbesserungen am Lebensraum der Hirsche vor, um das Gleichgewicht zwischen Wald und Hirsch herzustellen. Am Konzept beteiligt sind Jäger, Waldbesitzer, Landwirtschaft und Tourismus.

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