Migration Thurgau Jeder dritte Thurgauer stammt aus dem Ausland

Die neuste Strukturerhebung der Thurgauer Dienststelle für Statistik belegt: Gut jede dritte im Thurgau lebende Person stammt aus dem Ausland. Nur 30 Prozent der Eingewanderten haben einen Schweizer Pass, bei den hier geborenen Ausländern ist es jeder zweite.

Zwei Personen auf der Strasse beladen mit Einkaufstaschen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Nur 30 Prozent der Eingewanderten haben einen Schweizer Pass. Keystone

Erstmals seit der Volkszählung 2000 liegen für den Kanton Thurgau Informationen zur Sprachlandschaft sowie zur Bevölkerung mit Migrationshintergrund vor. Wichtige Ergebnisse daraus sind:

  • Im 2014 hatten 35 Prozent der Thurgauer Bevölkerung einen Migrationshintergrund. Die meisten Personen mit Migrationshintergrund sind selber eingewandert: 80 Prozent von ihnen zählen zur ersten Einwanderungsgeneration, 20 Prozent sind Nachkommen von Migranten und zählen zur zweiten Einwanderungsgeneration.
  • Die Personen der ersten Einwanderungsgeneration waren 2010/12 zu 70 Prozent ausländische Staatsangehörige. Zu 30 Prozent haben sie die Schweizer Bürgerschaft angenommen.
  • Neun von zehn Thurgauerinnen und Thurgauern sprechen Schweizerdeutsch oder Deutsch als Hauptsprache. Da Staatsangehörige aus Deutschland die grösste Ausländergruppe sind, ist Deutsch auch in der Bevölkerung mit Migrationshintergrund weit verbreitet.

Die Studie wurde nach Vorgaben des Bundes erstellt. Eine Schwachstelle ist, dass die Erhebungen in verschiedenen Jahren und über unterschiedliche Zeiträume gemacht wurden.
Die Studie soll nun alle fünf Jahre neu erhoben werden.