Kanton Glarus will Kraftwerk Linth-Limmern touristisch nutzen

Das Kraftwerk Linth-Limmern in den Glarner Alpen ist beinahe fertig gebaut. Mit dem Ende der Arbeiten beginnen die Diskussionen um die touristische Nutzung. Der Kanton möchte eine, die Betreiberin Axpo steht den Ideen nicht im Weg. Nur: Kosten dürfe es den Stromproduzenten nichts.

Das Kraftwerk Linth-Limmern von innen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Kraftwerk Linth-Limmern: Schon in der Bauphase lockte die Anlage viele Interessierte in den Kanton Glarus. Keystone

Führungen durch das Stollensystem, Kanufahrten auf dem Limmern- oder Muttsee, Abseilen von der Staumauer: Alles schön verpackt als Erlebnis- oder Abenteuerwoche in der Muttseehütte neben dem Stausee auf 2500 Meter. Ideen gibt es. Eine Projektgruppe mit Tourismusorganisationen, politischen Behörden und der Axpo prüft die Machbarkeit. Der Stromkonzern betont allerdings, dass er nicht bereit sei, in den Tourismus beim Kraftwerk Linth-Limmern zu investieren.

«  Die Axpo legt Wert auf die Feststellung, dass sie keinerlei finanzielle Mittel in die touristische Erschliessung investieren wird. »

Hans Ulrich Walther
Mediensprecher Axpo

Auch wenn der Stromkonzern nicht in den Tourismus investieren will, ist die Glarner Volkswirtschaftsdirektorin Marianne Lienhard froh, dass die Axpo bereit ist, den Tourismus rund um das Kraftwerk zu erlauben. Denn man erhoffe sich davon wichtige Impulse, so die Glarner Regierungsrätin.

Ob die Axpo tatsächlich keine finanziellen Verpflichtungen hat, ist aber noch offen. Denn im Konzessionsvertrag zwischen dem Kanton und der Axpo ist festgehalten, dass das Werk öffentlich zugänglich sein muss. Was das heisst, sei eine juristische Frage, meint Lienhard.