Deponie Steinachtobel Kanton macht Rückzieher

Der Kanton St. Gallen begräbt die Idee, im Steinachtobel bei St. Gallen eine Grossdeponie eröffnen zu wollen. Eine umfassende Prüfung habe ergeben, dass es im Tobel zu viele geschützte Tier- und Pflanzenarten gibt. Eine Bewilligung würde der Kanton vom Bund nicht bekommen.

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Bildlegende: Das Steinachtobel ist bekannt als naturbelassener Ort. ZVG

  • Der Kanton St. Gallen braucht dringend neue Deponien für unverschmutzten Bauaushub. Auf der Suche nach geeigneten Standorten ist auch das Steinachtobel zur Diskussion gestanden. Naturschützer hatten aber von Anfang darauf hingewiesen, dass der Standort ungeeignet sei.
  • Zu diesem Resultat kommen nun auch die Untersuchungen des Kantons. Die umfangreichen Erhebungen zu Flora und Fauna bescheinigen dem Steinachtobel eine Vielzahl an Tierarten und besonderen Lebensräumen. Zahlreiche vorgefundene Tier- und Pflanzenarten gelten als gefährdet und sind dementsprechend geschützt.
  • Das Projekt Grossdeponie Steinachtobel erscheine aufgrund der bestehenden Natur- und Heimatschutzgesetzgebung als nicht bewilligungsfähig, schreibt der Kanton. Nun soll die Planung auf andere kleinere Deponieprojekte im Grossraum St.Gallen ausgerichtet werden.