Kanton und Glarnersach legen Streit bei

Die Glarner Gebäudeversicherung zahlt dem Kanton Glarus einen jährlichen Betrag von 300'000 Franken. Die ursprünglich geforderten 500'000 Franken pro Jahr haben zu einem Streit geführt. Dieser hatte Rücktritte aus dem Verwaltungsrat und eine Klage zur Folge.

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Bildlegende: Die Glarnersach ist die Gebäudeversicherung vom Kanton Glarus. Sie versichert unter anderem Brandfälle. ZVG/Kapo Glarus

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Streit zwischen VR und Kanton

Die Glarner Gebäudeversicherung machte im vergangenen Jahr wegen Streitereien zwischen dem Verwaltungsrat und der Regierung auf sich aufmerksam. Der Verwaltungsrat kritisierte die finanziellen Forderungen des Kantons und fechtete diese beim Verwaltungsgericht an. Daraufhin wechselte die Regierung vier der sieben Verwaltungsräte aus.

Die Glarner Regierung und der Verwaltungsrat der Glarnersach konnten sich über die Abgeltung gegenseitiger Leistungen einigen. Ab 2016 bezahlt das Versicherungsunternehmen jährlich 300'000 Franken an den Kanton.

Ab 2017 erhält der Kanton zudem jährlich einen Anteil des Gewinns. Dieser Anteil beläuft sich auf 20 Prozent des in den letzten drei Geschäftsjahren im Durchschnitt erwirtschafteten Gewinn, wie es in einer Mitteilung heisst. Falls in dieser Zeit kein Gewinn erzielt wird, gibt es keine Zahlung.

Diese Einigung ist bis 2019 befristet. Dann laufen neue Verhandlungen und es werden neue Vereinbarungen getroffen. Ändert sich bis dahin etwas grundlegend an den Leistungen, so muss ebenfalls neu verhandelt werden, steht weiter in der Mitteilung.