Hallenbad Appenzell Kantonsrat will Projekt mit Sauna

An der Landsgemeinde Ende April stimmt Appenzell Innerrhoden über den Neubau eines Hallenbades ab. Das Kantonsparlament stellt sich grossmehrheitlich hinter die Version mit einem Saunabereich. Das Projekt kostet rund 20 Millionen Franken.

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Bildlegende: Vor zwei Jahren wurde das Hallenbad geschlossen. Die Konstruktion des Gebäudes sei nicht mehr sicher, hiess es. SRF / Michael Breu

Die Vorgeschichte: Vor zehn Jahren kam ein Bericht zum Schluss, dass das Hallenbad Appenzell dringend saniert werden muss. So seien «etliche Befestigungselemente in einem korrosionstechnisch sehr kritischen Zustand». Schnell war klar, dass ein Neubau sinnvoller ist. Ein entsprechendes Projekt – Schwimmbad mit Sauna, Wellness und Aussenbad – wurde aber an der Landsgemeinde 2015 abgelehnt. Der Wellness-Tempel sei zu teuer, hiess es. Seit Dezember 2014 ist das Hallenbad geschlossen; die Betreiberin, die Hallenbad Appenzell AG, ist inzwischen Konkurs

Die Reaktion: Den ablehnenden Entscheid haben Regierung und Parlament zum Anlass genommen für ein neues Projekt. An der Landsgemeinde sollen nun zwei Versionen zur Abstimmung kommen: ein Hallenbad mit 25-Meter-Schwimmbecken und einem Lehrschwimmbecken für 16,3 Millionen Franken oder ein Schwimmbad mit zusätzlichem Sanuabereich für 20 Millionen Franken. 33 Parlamentarier empfehlen die Version mit Sauna, sieben sind für die abgespeckte Variante – und weitere sieben Politiker (aus der Enklave Oberegg) stimmten mit Enthaltung.

So geht's weiter: Ende April wird nun die Landsgemeinde erneut über ein Hallenbad-Neubau entscheiden. Bei einem Ja würde die Bauphase rund zwei Jahre dauert. Im Herbst 2021 könnte das Bad eröffnet werden.