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Ostschweiz Keine Überraschungen bei den Innerrhoder Parlamentswahlen

Appenzell Innerrhoden hat am Sonntag den Grossen Rat neu bestellt. Im inneren Land fanden die Wahlen an den Bezirksgemeinden statt, in Oberegg an der Urne. Neu ist die Sitzzahl im Parlament auf 50 beschränkt.

Rathaus Appenzell
Legende: Wer zieht ins Rathaus ein? Appenzell Innerrhoden hat das Kantonsparlament neu bestellt. SRF / Michael Breu

Zum ersten Mal wurde die Gesamterneuerung des Grossen Rates auf der Grundlage der 2011 revidierten Kantonsverfassung durchgeführt. Bisher wurde ein Parlamentssitz auf 300 Stimmberechtigte vergeben, wodurch der Grosse Rat über unterschiedliche Sitzzahlen verfügte; neu ist die Sitzzahl auf 50 fixiert. Weil die Sitzverteilung ebenfalls neu berechnet werden musste, haben sich Verschiebungen ergeben: Die Bezirke Rüte und Schwende haben je einen Sitz dazugewonnen, Gonten hat einen verloren.

Am Wochenende haben die fünf Bezirke des inneren Landes den Grossen Rat an den Bezirksgemeinden mit Handmehr gewählt, in Oberegg im äusseren Land wurden die Ratsmitglieder an der Urne bestimmt.

  • Für den Bezirk Appenzell ziehen neu Ernst Schiegg, Werner Vicini und Karl Schönenberger ins Kantonsparlament. Damit konnten sich die Kandidaten des Gewerbeverbandes durchsetzen. Die bisherigen Grossräte wurden bestätigt.
  • Im Bezirk Schwende wurden neu Urs Hofstetter und Rosalie Manser-Brülisauer in den Grossen Rat gewählt, die bisherigen wurden ebenfalls bestätigt.
  • Für den Bezirk Rüte sind Patrik Koster und Daniel Brülisauer neu im Grossen Rat. Sie wurden vom Gewerbeverband portiert. Leer ausgegangen sind die Kandidaten der Arbeitnehmervereinigung. Die bisherigen Mitglieder wurden bestätigt.
  • In Schlatt-Haslen standen keine Ersatzwahlen an. Die bisherigen Ratsmitglieder werden für eine weitere Legislatur gewählt.
  • Im Bezirk Gonten wurde der zurücktretende Grossrat Johann Brülisauer nicht ersetzt, die bisherigen wurden bestätigt.
  • Oberegg hat die bisherigen mit sehr guten Resultaten wiedergewählt. Neu gewählt wurde Theres Durrer. Sonja Spirig Pfeiffer verpasste das absolute Mehr um zwei Stimmen und muss am 14. Juni 2015 in einen zweiten Wahlgang.