Wintereinbruch Ende April Kirschen aus der Region werden Mangelware

Demnächst kommen die einheimischen Früchte auf den Markt. Darauf hat der Schweizer Obstverband hingewiesen und in seiner Mitteilung klar gemacht, wie er die Ausfälle wegen des Wintereinbruchs Ende April einschätzt. Sie seien gross, ganz besonders bei den Kirschen - auch in der Ostschweiz.

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Bildlegende: Der Frost Ende April hat den Kirschen besonders in der Ostschweiz arg zugesetzt. Keystone

Bis zur Haupterntezeit Mitte Juli wird es gut 200 Tonnen Kirschen aus dem Thurgau und dem St.Gallerland geben, so Urs Müller vom Landwirtschaftlichen Berufsbildungszentrum Arenenberg im Thurgau auf SRF News. Das seien rund 30 Prozent einer durchschnittlichen Ernte.

Sehr schlechte Kirschernte

Kirschen aus der Region gibt es auch dieses Jahr. Das ist die Botschaft des Schweizer Obstverbands. Aber, so Urs Müller, sie seien Mangelware.

Der Konsument werde wenig mehr für die Kirschen bezahlen. Weil aber die Körbe auf dem Markt und in den Regalen der Verteiler mit Kirschen aus dem Ausland gefüllt werden, dürfte dieser Preisaufschlag minim ausfallen.

40 Millionen Ertragsausfall

Gross werde hingegen der Ertragsausfall bei den Bauern. Sie müssten gesamtschweizerisch bei den Früchten und beim Obst mit einem Ertragsausfall von insgesamt 100 Millionen Franken rechnen - knapp die Hälfte davon entfalle auf die Obstbauern in der Ostschweiz.