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Legende: Wolken über dem politischen Märstetten. zvg
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Ostschweiz Knatsch um Gemeindeammann-Wahl in Märstetten

In einem anonymen Inserat sucht eine «Findungskommission» in der Thurgauer Gemeinde Märstätten Kandidatinnen und Kandidaten für das Amt des Gemeindepräsidenten. Pikant: Der bisherige Amtsinhaber will selber nochmals antreten. Er weiss von diesem Inserat gar nichts.

In einem Inserat in einer Thurgauer Tageszeitung sucht eine «Findungskommission» einen neuen Gemeindepräsidenten. Unterschrieben ist das Inserat nicht, Interessierte sollen die Bewerbung an einen Postfachadresse schicken. Dazu kommt: Das Inserat ist mit offiziellem Gemeindewappen und auch dem Standortmarketing-Signet versehen, sieht quasi «offiziell» aus.

Audio
Interview mit Gemeindeammann Schumacher (28.12.14)
01:53 min
abspielen. Laufzeit 01:53 Minuten.

Richtigstellung

Gleichentags reagiert auch die Gemeinde auf das Inserat. Auf ihrer Webseite schreibt sie, dass das Gemeindewappen widerrechtlich verwendet worden sei. Die Gemeinde wehrt sich dagegen und hält fest, dass sie nicht mit dieser Findungskommission zu tun habe.
Gegenüber dem «Regionaljournal Ostschweiz» sagt Gemeindeammann Jürg Schumacher, dass das Verwenden der Logos ganz klar ein Gesetzesverstoss sei. Allerdings ist noch nicht klar ob die Gemeinde auch rechtlich gegen die Auftraggeber des Inserates vorgehen würden.

Nicht gewählt

Der Gemeindeammann von Märstetten, Jürg Schumacher (BDP), verpasste Ende November bei den Gesamterneuerungswahlen das absolute Mehr. Und auch der zweite Kandidat, der parteilose Bruno Braun, verpasst die Wahl im ersten Wahlgang. Kurz nach dieser Wahlschlappe erklärte Schumacher jedoch, dass er zum zweiten Wahlgang im März 2015 antreten werde. Eine Gegenkandidatur ist bis heute noch nicht bekannt.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Sascha Freitag , Thurgau
    Alle Jahre wieder. Auch 2014 das gleiche Spiel wie 2006! Scheint ein Nest besonderer Leute zu sein.
  • Kommentar von Leo Bronstein , Märstetten
    Da hat sich Herr Schuhmacher wohl beim Mittelthurgauer Landadel unbeliebt gemacht. Einen Gemeindeammann auf solche Art und Weise abzusägen ist respektlos und zeigt die ganz normale alltägliche Korruption in der ländlichen Schweiz.