Kulturgüterschutz vor neuen Herausforderungen

In der Schweiz sind die Kantone verpflichtet, ihre Kulturgüter zu schützen und zu erhalten. Der kantonale Kulturgüterschutz trifft Schutzmassnahmen und arbeitet mit den Zivilschutzorganisationen zusammen. Auf Bundesebene wird derzeit die Totalrevision des Kulturgüterschutzes in Angriff genommen.

Der Schutz der Kulturgüter, im Bild Bücher der St. Galler Stiftsbibliothek - wird auf Gemeindeebene organisiert. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Schutz der Kulturgüter, im Bild Bücher der St. Galler Stiftsbibliothek, wird auf Gemeindeebene organisiert. Keystone

Im Kanton St. Gallen ist der Schutz von Kulturgütern die Aufgabe von Christoph Demmel. Er ist Leiter des Dienstes für den kantonalen Kulturgüterschutz: «Früher waren wir nur auf kriegerische Auseinadersetzungen ausgerichtet. Neu hat der Schutz von Kulturgütern vor allem auch in Friedenszeiten oberste Priorität.»

Neue Herausforderungen

Der Kulturgüterschutz hat zwei Hauptaufgaben: Einerseits ist er für die Sicherung von Kulturgütern zuständig. Er trifft geeignete Schutzmassnahmen, um die Auswirkungen von Schadenereignissen auf die Kulturgüter bestmöglichst zu mildern. Andererseits hat der Kulturgüterschutz den Auftrag, die Kulturgüter vor Zerstörung, Diebstahl und Plünderung zu schützen. Heute sind Naturkatastrophen und Unglücksfälle die grössten Gefahren für wertvolle Bauten und Kunstgegenstände. Die Totalrevision des Kulturgüterschutzes wird gegenwärtig auf Bundesebene beraten.