Kunstschule für die «Van Goghs» von morgen

Freiräume schaffen und Platz geben um kreativ zu sein. Dies will die «Kleine Kunstschule» St. Gallen. Seit 15 Jahren fördern sie die gestalterischen Ausdrucksmöglichkeiten bei Kindern und Jugendlichen. Malen, sägen, hämmern, nähen, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Ein Vortrag in Zürich über Finnland und die künstlerischen Angebote dort, brachte Lucia Andermatt auf die Idee in St. Gallen eine Kunstschule für Kinder und Jugendliche zu gründen. Mit kleinem Budget, viel Herzblut und Leidenschaft betreibt sie und der ehrenamtliche Vorstand noch heute - 15 Jahre später - die «Kleine Kunstschule» St. Gallen.

Sie will den Kindern einen Ort bieten, wo man einfach anfangen kann, wo man keine Vorschriften erhält, wie man was zu tun hat: «Bei uns gibt es kein Rezept, nur Hilfe, wenn man ansteht», so Lucia Andermatt.

«  Alles ist fix, alles ist vorgeschrieben, überall hat es Grenzen. Heute fehlen den Kindern die Freiräume. »

Lucia Andermatt
Gründerin der Kleinen Kunstschule

Es gibt Kurse für die unterschiedlichsten Stufen. Diese finden jeweils ein Mal in der Woche statt und dauern meist ein halbes Jahr. Ein Kurs kostet 350 Franken. Die Preise habe man vor ein paar Jahren angepasst, da man gemerkt habe, dass so mehr Kinder das Angebot nutzen können. Weil das Geld der Teilnehmer für den Betrieb nicht ausreicht, ist die Schule auf Spenden angewiesen. Geld von Stadt und Kanton erhalten sie keine. Allerdings erhielten sie schon Förderpreise.

Am 30. April und 1. Mai findet eine Ausstellung statt zum Thema «Tage der Kreativität». Es ist eine Ausstellung organisiert zusammen mit den Schweizer Bildschulen. Also Schulen, die sich für die gestalterische Förderung einsetzen. Diese Ausstellung wird von der Stadt St. Gallen und dem Kanton mit einem finanziellen Beitrag unterstützt.