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Legende: Audio Glarner Landrat streicht Windpark aus dem Richtplan abspielen. Laufzeit 02:44 Minuten.
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 24.04.2019.
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Landrat Glarus Richtplan Keine Windräder im Linthgebiet

  • Der Landrat Glarus hat das Projekt «LinthWind» der St. Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke AG (SAK) aus dem Richtplan gekippt.
  • Damit folgt das Parlament dem Vorschlag der Regierung. Die vorberatende Kommission war für den Windpark.
  • Nun bleibt als einziger möglicher Standort für Windenergie im Kanton Glarus das Gebiet beim Vorabgletscher an der Grenze zu Graubünden.

In der Richtplandebatte hat sich der Glarner Landrat gegen einen Windpark in der Linthebene bei Bilten ausgesprochen. Der Entscheid fiel mit 30 zu 24 Stimmen.

Hitzige Debatte

Die Befürworter einer Windanlage argumentierten, dass auch der Kanton Glarus seinen Teil zur Energiewende beitragen müsse. Zudem würde ein negativer Entscheid im Landrat eine Debatte in der Gemeinde vorweg nehmen.

Die Gegner der Windräder argumentierten, dass die Belastung für das Dorf Bilten zu hoch sei. Lärm, Schattenwurf oder das veränderte Landschaftsbild könnte weiter dazu führen, dass die Gemeinde für Zuzüger und Firmen nicht mehr attraktiv sei. «Wir müssen die Ängste der Bevölkerung ernst nehmen», sagte etwa der Gemeindepräsident von Glarus Nord, Thomas Kistler. Er habe sich aber nur schweren Herzens gegen das Projekt gestellt.

Enttäuschung bei Investoren

Bei den SAK bedauert man den Entscheid des Landrats. Es sei eine lange Planungsphase in enger Zusammenarbeit mit den Behörden gewesen, sagt Mediensprecher Roman Griesser. Die SAK wollen sich noch nicht festlegen, was dieser Entscheid für ihren geplanten Windpark «LinthWind» heisst. «Wir werden kommende Woche das weitere Vorgehen prüfen und in einigen Wochen dazu Stellung nehmen», so Griesser.

Legende: Video Die Linthebene bleibt frei von Windenergie abspielen. Laufzeit 07:51 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 24.04.2019.
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2 Kommentare

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  • Kommentar von F. Spälti  (spf)
    Bravo Bravo!! Es ist doch noch ein Hauch Vernunft vorhanden! Die Dörfer Bilten und Schänis wären kaum mehr bewohnbar, denn der gesundheitsschädliche Infraschall wirkt verheerend auf Menschen und Tiere. Studien in D und USA sprechen eine deutliche Sprache. Nochmals: Bravo Glarus!
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    1. Antwort von Roger Klaus  (Roger Klaus)
      Wir sind mittlerweile ein Land von Verhinderern geworden. Nur nicht vor meiner Haustüre. Ja, die Anlagen sollen doch in Deutschland etc. gebaut werden. Weit weg von uns.
      In Deutschland stehen 26000 Anlagen. Dann müssen dort somit tausende von Menschen krank sein. Irgend ein Haar in der Suppe findet man immer um zu verhindern. Ich war schon oft in Deutschland direkt an Windrädern und spürte null Einfluss. Auch im Bereich Lärm wird unglaublich übertrieben. Der Strassenverkehr ist viel lauter.
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