Zum Inhalt springen
Inhalt

Landsgemeinde Innerrhoden Einseitige Informationen: Studentin prüft Initiative

Vorgeschichte: An der Innerrhoder Landsgemeinde vom Sonntag wurde der 41 Millionen teure Neubau des Spital heiss diskutiert. Im Vorfeld informierte die Regierung zusätzlich zum Landsgemeindemandat über die Vorlage. An der Landsgemeinde selber kommentierte Landammann Daniel Fässler praktisch alle kritischen Vote einzeln.

Der Vorwurf: Diese Informationspolitik der Regierung sei einseitig, sagt die 21-jährige Jus-Studentin Adriana Hörler zum Verhalten der Regierung im Vorfeld der Versammlung. Und: Landammann Daniel Fässler habe die Landsgemeinde nicht korrekt geführt, erklärt sie gegenüber Radio SRF. Deshalb wolle sie diese beiden Punkte nun prüfen und allenfalls eine entsprechende Initiative einreichen. Hörler selbst hatte am Sonntag in einem Votum die Regierung ebenfalls kritisiert.

Ihr Ziel: Hörler will mit einer allfälligen Initiative erreichen, dass die Innerrhoder Regierung ausgewogen über Politgeschäfte informiert. Und auch, dass der Landammann bei Landsgemeindevorlagen nicht einseitig eingreift.

Frau am Mikrofon
Legende: Adriana Hörler kritisierte an der Landsgemeinde die Spitalvorlage. Rolf Rechsteiner/Appenzeller Volksfreund

Auch Politiker reagieren: Die heisse Diskussion um den Neubau des Spitals in Appenzell Innerrhoden hat nach der Landsgemeinde also ein Nachspiel. Nicht nur die Jus-Studentin prangert die Informationspolitik der Regierung an, sondern auch einzelne Politiker. Sie prüfen jetzt, ob sie das Thema bei der nächsten Grossratssitzung aufs Tapet bringen wollen. Auf Anfrage sagt auch die SP, dass sie entsprechende Schritte überlege. Sicher jedenfalls wollen sie aber noch diese Woche in öffentlichen Briefen protestieren und sich gegen die Informationspolitik der Regierung und die unausgewogene Führung der Landsgemeinde wehren.

Das sagt der Landammann: Im Gespräch mit dem Regionaljournal von Radio SRF wehrt sich Landammann Daniel Fässler gegen die Vorwürfe. Er habe korrekt gehandelt, sagt er. Es sei Aufgabe des Landammanns an der Landsgemeinde einzugreifen und Sachen richtigzustellen.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

6 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Peter Aufdermauer (Peter Aufdermauer)
    Die junge Dame zeigt Mut und ich zolle IHR mein Respekt. Der Kantönligeist ist halt immer noch gut verwurzelt so dass die Vorlage angenommen wurde. Eigentlich gegen die Vernunft jedes klar denkenden Menschen auch in Appenzell. Niemand wollte sich gegen seinen Nachbar als Gegner der Vorlage outen. Es gibt zu viele Spitäler und sind damit auch mitverantwortlich für die Kostenexplosion. Ist in Ob- und Nidwalden auch so, also ist der Entscheid nichts Aussergewöhnliches.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von R. Raphael (R.Raphael)
    Die Frauen-Arbeit sollte dort aufgewertet werden wo die Frauen ihre Stärken haben, und nicht indem sie es den Männern gleichtun müssen und wollen...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Marshawn Lynch (Marshawn Lynch)
    Solche Frauen umd Männer braucht das kleine Land, damit die direkte Demokratie überleben kann! BRAVO!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen