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So klingt ein Neuntöter (Vogelwarte Sempach)
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 27.03.2020.
abspielen. Laufzeit 00:21 Minuten.
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Lebensraum schaffen Der Vogel Neuntöter klingt gefährlich, braucht aber selber Schutz

In den beiden Appenzeller Kantonen schaffen Freiwillige Lebensraum für den Vogel des Jahres 2020.

Der Neuntöter ist ein etwa 16-18cm grosser Vogel. Seine alternative Bezeichnung ist Rotrückenwürger. Er ist der einzige Vertreter aus der Familie der Würger, der in der Schweiz noch zu den heimischen Brutvögeln gezählt wird.

Name «Neuntöter»

Sein Name «Neuntöter» kommt daher, dass der Vogel seine Beuteinsekten gerne auf Dornen spiesst. Früher wurde geglaubt, dass er immer neun Tiere aufspiesst, bis er eines verzehrt. Er legt so aber einfach einen Notvorrat für schlechte Wetterperioden an oder um den Nachwuchs zu füttern. Die Grösse und Anzahl des Vorrats variiert und ist wohl vom Angebot abhängig.

In der Schweiz gilt der Neuntöter gemäss der Vogelwarte Sempach nicht als bedroht. Allerdings sei er viel seltener als früher und sein Lebensraum schwinde.

Vogel sitzt auf Wiesenblumen
Legende: Neuntöterweibchen zvg Kanton AI / H. Aeschlimann

Im Appenzellerland sind nur zwanzig Brutpaare bekannt, wie der Kanton in einer Mitteilung schreibt. Deshalb werden seit Jahren Aufwertungsmassnahmen zugunsten der Vogelart durchgeführt. Dies im Rahmen von Artenförderungsprojekten in den beiden Appenzeller Kantone.

Beute

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Insekten wie Heugümper und Tagfalter, Spinnentiere, Reptilien oder auch mal ein Kleinsäuger oder einen kleinen Vogel. Unverdauliche Überreste seiner Beute würgt der Neuntöter wieder hoch und speit sie aus.

So wurden im Gebiet Herren Heckenpflanzen wie Hagebutte, Weiss- und Schwarzdorn in Gebüschgruppen gepflanzt. Einerseits entlang des Bewirtschaftungswegs und andererseits als Dorneninsel auf der extensiv genutzten Rinderweide.

Eingezäumte Büsche
Legende: Eine Insel aus Dornbüschen wird auf der Weide gepflanzt. zvg Kanton AI / ARNAL AG

Diese Aufwertung basiert auf freiwilligem Engagement der Grundeigentümer und Bewirtschafter.

Im Mai kommt der Sommergast Neuntöter aus dem Süden zurück. Für so einen kleinen Vogel legt er nämlich erstaunlich weite Strecken in sein Winterquartier zurück. Der Neuntöter fliegt bis in den Kongo oder sogar nach Südafrika.

Regionaljournal Ostschweiz; 17:30 Uhr;

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Zimmermann  (gäissepeter)
    Der Neutöter von der Vogelwarte Sempach ist stumm. Er pfeift nicht einmal aus dem letzten Loch. Haben Sie keinen der den Frühling willkommen pfeifen kann? Mein Lautsprecher ist eingestellt!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Immer mehr Vogelarten in der Schweiz verschwinden oder sind bedroht. Der Neuntöter, benötigt Dornbüsche in Hecken als Nistplatz sowie Magerwiesen mit vielen Insekten für die Nahrungssuche.Wegen massivem Einsatz von Gülle und Kunstdünger,Herbiziden und Pestiziden, vielfachem Schnitt der Wiesen und der Vernichtung vieler Kleinstrukturen brachen die Insektenbestände im Kulturland in den letzten Jahrzehnten zusammen.Immer mehr Vögel finden zuwenig Insekten, da auch das Insektensterben eingesetzt hat
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