Leichen der St. Galler Festspiele beschädigt

Mit Verspätung sind am Freitag die 100 «Leichen» in St. Gallen eingetroffen, die für das Bühnenbild der Verdi-Oper «Attila» auf dem Klosterplatz benötigt werden. Die Lieferung aus Italien hatte seit Tagen die Nerven der Festspiel-Veranstalter strapaziert. Jetzt sind sie hier, allerdings kaputt.

Weshalb den «Leichen» der St. Galler Festspiele Gliedmassen abgezerrt wurden, ist noch unklar. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Weshalb den «Leichen» der St. Galler Festspiele Gliedmassen abgezerrt wurden, ist noch unklar. SRF

«Heureka! Festspielleichen angekommen», teilte das Theater St. Gallen mit. Bühnenarbeiter begannen sofort, die 100 gruseligen Requisiten aus Fiberglas aus dem Lastwagen auszuladen. Die Leichen gehören zum Bühnenbild der Oper «Attila» von Giuseppe Verdi, die am 21. Juni auf dem Klosterplatz Premiere hat.

Der Zeitplan sei durch die Verzögerung noch knapper geworden, hiess es. Man sei aber zuversichtlich, dass bis zum Start der Festspiele alles bereit sei. Die «Leichen», geliefert von einer Requisitenfirma aus Rom, hätten schon am Dienstag in St. Gallen eintreffen sollen. Beim Transport und am Zoll gab es jedoch Probleme.

Ob die Requisiten bei dieser Kontrolle beschädigt wurden, können die Organisatoren nicht sagen. Zur Zeit fehlt die genaue Erklärung. 95 der 100 Leichen wurden beschädigt, ihnen zum Teil wurden Gliedmassen abgerissen.