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Der Schnee reflektiert das Sonnenlicht – das wäre ein Plus, findet die Axpo
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 28.11.2019.
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Limmern Kraftwerk Solarpanels auf der Staumauer

Im Kanton Glarus soll die erste, grosse Solaranlage in den Schweizer Bergen gebaut werden.

Eine Idee, die es schon länger gibt, wird konkret: An der Muttsee-Staumauer des Kraftwerks Limmern sollen 6000 Solarpanels montiert werden. Sie sollen Strom für 600 Haushaltungen liefern. Der Energiekonzern Axpo reicht am Freitag ein Baugesuch ein. Die Anlage soll im Herbst 2020 in Betrieb gehen.

Höhenlage bringt Vorteile

Die Muttsee-Staumauer liegt auf fast 2500 Metern über Meer. Sie ist Teil des Pumpspeicherkraftwerks Limmern. Der Standort sei ideal, sagt Monika Müller, Sprecherin der Axpo.

Der Standort ist ideal.
Autor: Monika MüllerMediensprecherin Axpo

Die Staumauer habe die richtige Ausrichtung und über der Nebelgrenze gebe es mehr Sonneneinstrahlung als im Tal. Zudem sei der Wirkungsgrad der Panels bei tiefen Temperaturen besser und der Schnee reflektiere das Licht. Dies mache eine zusätzliche Stromproduktion möglich.

Wirtschaftlich dank bereits bestehender Infrastruktur

Die Anlage am Muttsee wäre laut Axpo die erste alpine Solar-Grossanlage der Schweiz. Ähnliche Projekte konnten nicht realisiert werden, weil die Infrastruktur zu teuer gewesen wäre. Die Axpo geht davon aus, dass die Kosten bei diesem Projekt im Rahmen gehalten werden können, sagt Monika Müller, da die Infrastruktur schon bestehe. Sie rechnen mit 5,5 Millionen Franken Aufwand – der grösste Teil davon für Material für die Unterkonstruktion.

Leuchtturmprojekte des Bundes

Ein Projekt ist für das Bundesamt für Energie (BFE) dann ein Leuchtturmprojekt, wenn es die Energiestrategie in Fachkreisen und der Bevölkerung sichtbar macht.

Leuchtturmprojekte werden vom Bund zusätzlich finanziell gefördert.

Prestigeobjekt

Beim Projekt schwingt auch der Prestigegedanke mit: Die Solaranlage am Muttsee sei einzigartig und richtungsweisend, heisst es bei der Axpo. Der Stromkonzern will die Anlage deshalb auf die Liste von «sogenannten» richtungsweisenden Projekten setzen. Die Anlage soll es auf die Liste der Leuchtturmprojekte beim Bund schaffen.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von N. Schmid  (Schmid)
    Erfreulich. Nachdem die Axpo vor gut 10 Jahren noch schweizweite Anti-Solarwerbespots (mit Köbi Kuhn) gefahren ist, investiert sie inzwischen auch in Solarenergie.
    Schade nur, dass sie das nicht schon vor paar Jahren in Betracht gezogen haben, als die Bauseilbahn zum Muttsee noch existiert hat. Jetzt werden sie die PV-Anlagenbestandteile per Helikopter transportieren müssen.
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  • Kommentar von Dani Keller  (¯\_(ツ)_/¯ ____)
    Hab mich schon lange gefragt, wieso man Staumauern nicht mit Solarpanels bestückt. Dachte das hätte statische/technische Gründe. Scheint aber doch zu gehen.
    Optisch wäre es für alle Staumauern eine Aufwertung. Von mir aus könnte man alle geeigneten Staumauern mit Solarpanels ausrüsten.
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    1. Antwort von N. Schmid  (Schmid)
      Es gibt auch nicht besonders viele Staumauern, welche so ideal nach Süden ausgerichtet sind, wie die Muttsee Staumauer und letztlich beträgt die Staumauerfläche nur ein kleiner Bruchteil der vorhandenden Dachfläche. Auch fehlt häufig auch ein Stromanschluss, da sich die Kraftwerkskaverne typischerweise nicht in der Nähe einer Staumauer befindet. Wesentlich mehr Fläche würde man mit schwimmenden PV-Anlagen auf Stauseen abdecken können. Allerdings sind die wieder teurer.
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  • Kommentar von David Stickelberger  (Swissolar)
    Anlässlich der Inbetriebnahme der Muttsee-Staumauer haben wir axpo vorgeschlagen, diese auch für die Gewinnung von Solarenergie zu nutzen. Es freut uns sehr, dass der Vorschlag nun umgesetzt werden soll. Der Standort garantiert hohe Produktion, auch im Winter
    Nur ein Hinweis an die SRF-Redaktion: Es handelt sich NICHT um "Sonnenkollektoren" (so bezeichnet man Elemente, die zur Produktion von Warmwasser eingesetzt werden), sondern um Solar- oder Photovoltaikmodule (die Strom produzieren)!
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    1. Antwort von SRF (SRF)
      @David Stickelberger Herzlichen Dank für die Korrektur!
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