Maestrani investiert in Flawil

Der Ostschweizer Schokoladenhersteller Maestrani baut in Flawil für zehn Millionen Franken ein neues Besucherzentrum. Dadurch sollen auch Arbeitsplätze geschaffen werden. Trotz schwierigem Umfeld wolle man nichts ins Ausland verlagern.

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Bildlegende: Eines der bekanntesten Maestrani-Produkte, das «Minörli», wird am Stück gegossen und dann geschnitten. SRF

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Besucherzentrum

Grundsteinlegung

SRF/Philipp Gemperle

Das Chocolarium soll ab 2017 jährlich rund 100'000 Interessierte anziehen. Auf 2000 Quadratmetern entsteht eine Erlebniswelt. Maestrani will so zeigen, «dass Schokolade glücklich macht».

Noch vor wenigen Monaten dachte Maestrani-Chef Markus Vettiger laut über eine Auslagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland nach. Das sei aber in den nächsten Jahren kein Thema, sagt nun Vettiger im Interview mit der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF.

Das Umfeld in der Schweiz habe sich massiv verschlechtert und werde in den nächsten Jahren noch schlechter. Vettiger spricht dabei die mögliche Abschaffung von Export-Subventionen und die Inkraftsetzung der Swissness-Vorlage an.

Keine Angst um die Zukunft

So schlecht gehe es Maestrani aber nicht, sagte der Firmenchef. Man werde 2015 bei den finanziellen Zielen «überschiessen». Die Erwartungen ans kommende Jahr seien «verhalten positiv».

Mit dem neuen Besucherzentrum sollen nun zehn Stellen geschaffen werden. Bereits bisher besichtigten jährlich rund 45'000 Besucherinnen und Besucher den Betrieb, der mit einer gläsernen Galerie fünf Meter über der Produktion ausgestattet ist.

Maestrani

Mitarbeiter
150 (neu 160)
Umsatz45-50 Millionen Franken pro Jahr
Export
36 Prozent der Gesamtproduktion
Artikelrund 400