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Ostschweiz Massnahme gegen weitere Ansteckungen von Rindern mit Tuberkulose

«Verbieten können wir nichts», stellt der St. Galler Kantonstierarzt Albert Fritsche klar. In Zukunft müssen aber Rinder, die den Sommer in Vorarlberg verbringen, bei ihrer Rückkehr eine Zeit lang in die Quarantäne.

Nach einem Sommer auf der Alp im Vorarlberg, schreibt der Kanton St. Gallen in Zukunft für Rinder einen Zeitraum vor, in welchem das Tier den Hof nicht verlassen darf. Denn ein Test, ob das Tier sich mit Tuberkulose angesteckt hat, lässt sich erst nach einiger Zeit durchführen. Für den St. Galler Kantonstierarzt Albert Fritsche ist dies eine sinnvolle Massnahme, um die Verbreitung der Tuberkulose in der Schweiz zu verhindern.

Der Präsident des Schweizerischen Bauernverbandes, Markus Ritter, hat nichts gegen diese Massnahme: «Im Vorarlberg wurde die Tuberkulose durch Hirsche übertragen. Es könnte diesen Sommer also wieder zu Ansteckungen kommen.»

Einige Bauern haben lange traditionelle Verbindungen mit den Alpen im Vorarlberg und würden ihre Tiere vielleicht auch mit den zusätzlichen Auflagen dorthin schicken. Für Markus Ritter ist klar, dass die Rinder-Bestände in der Schweiz vor der Tuberkulose geschützt werden müssen. Er unterstreicht jedoch: «Die Entscheidung liegt jeweils bei den einzelnen Bauern.»

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