Mehr Brustkrebs-Untersuchungen als erwartet

Der Kanton St. Gallen startete im Jahr 2011 ein Programm zur Früherkennung von Brustkrebs. 42 Prozent der Frauen zwischen 50 und 70 haben sich bisher untersuchen lassen.

Eine Eingangstür zu einem Untersuchungszimmer. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Früherkennungs-Programm stiess im Kanton St.Gallen auf grösseres Interesse als erwartet. Keystone

Über 66'000 Frauen zwischen 50 und 70 Jahre alt wurden von der Krebsliga Ostschweiz zu einem sogenannten Mammographie-Screening eingeladen. Das Ziel: Brustkrebs möglichst früh erkennen und so möglichst Todesfälle verhindern.

In den Jahren 2011 bis 2013 hätten sich 42 Prozent der eingeladenen Frauen untersuchen lassen, sagt der Präsident der Krebsliga Ostschweiz, Luzius Schmid. Er hätte in der Planung lediglich mit 35 Prozent gerechnet. Insgesamt wurde in 198 Fällen Brustkrebs diagnostiziert.

Nun gehe es darum, noch weitere Frauen vom Programm zu überzeugen. Ziel sei, dass sich 75 Prozent der Frauen beteiligen. Dies sei jedoch ein hoch gestecktes Ziel, so Schmid.

Finanziert wird das Programm vom Kanton St. Gallen, der die Krebsliga mit der Durchführung beauftragt hat und jährlich 750'000 Franken dafür bezahlt. Ähnliche Programme gibt es in den Kantonen Thurgau und Graubünden, die allerdings später starteten.