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St. Gallen nimmt 60 syrische Flüchtlinge auf
Aus Tagesschau vom 03.07.2014.
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Ostschweiz Mehr Engagement für syrische Flüchtlinge gefordert

Der Kanton St.Gallen will 60 syrische Flüchtlinge aus einem UNHCR-Programm aufnehmen. Nach den Sommerferien sollen die ersten Familien eintreffen. Bis Ende 2015 sollen insgesamt 500 Syrer in der Schweiz Zuflucht finden. Viel zu wenig, sagt die Schweizer Flüchtlingshilfe.

Seit drei Jahren herrscht in Syrien Krieg. Täglich versuchen Tausende über den gefährlichen Weg übers Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Im vergangenen September hat der Bundesrat deshalb die Aufnahme von 500 besonders verletzlichen Flüchtlingen vor allem aus Syrien beschlossen.

Nach Uri und Solothurn nimmt nun auch der Kanton St. Gallen Flüchtlinge aus Syrien auf – insgesamt 60 Menschen. Erklärtes Ziel sei es, die Menschen im Kanton zu integrieren, sagte der St.Galler Regierungsrat Fredy Fässler an einer Medienorientierung. Die erste Flüchtlingsgruppe soll nach den Sommerferien eintreffen.

Audio
Interview mit Fredy Fässler (3.7.2014)
01:21 min
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Ausgewählt wurden notleidende und traumatisierte Familien. Sie werden zuerst in leerstehenden Räumlichkeiten des ehemaligen Internats Marienburg in Thal untergebracht und dort auch betreut.

5000 statt nur 500

Ein spezielles Expertenteam wird die Flüchtlinge vor Ort medizinisch, psychologisch, sozial und schulisch betreuen. Fässler verwies auf die Erfahrungen des Traumazentrums Gravita in St.Gallen. Geplant ist unter anderem Schulunterricht für die Kinder. Später sollen die Familien auf die Gemeinden verteilt werden. Nach dieser ersten Gruppe will der Kanton St.Gallen nochmals 60 Flüchtlinge aufnehmen.

Für die Schweizer Flüchtlingshilfe ist das eindeutig zu wenig. Laut UNO haben seit Kriegsausbruch rund 2,8 Millionen Syrer das Land verlassen. Geschätzte 6 Millionen sind Binnenflüchtlinge. Angesichts der humanitären Katastrophe sollte die Schweiz deutlich mehr für die Flüchtlinge tun. Statt der insgesamt 500 Flüchtlinge müsste die Schweiz mindestens 5000 Menschen aus Syrien aufnehmen, fordert Beat Meiner, Generalsekretär der Flüchtlingshilfe, in der «Tagesschau».

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Frank Steiner , Schaffhausen
    Keine Flüchtlinge mehr als wir kontingentieren! Wir brauchen Kontingente. Dringend. Alle Verträge die dem im Wege stehen sind zu kündigen. Dreht der Asylindustrie den Hahn zu und lasst uns nur die wirklich bedürftigen Flüchtlinge aufnehmen. Flüchtling zu sein sollte bei uns mitfühlende Gefühle auslösen. Das wird bei Wirtschaftsflüchlingen und sich kriminell zeigenden Bewerbern kaum so sein.
  • Kommentar von David Brönnimann , Basel
    Und noch was: Bei jeder Ausländer-Asylanten-Debatte liest man, dass man diese scheinheiligen Wirtschaftsflüchtlinge (von Afrika und so) nicht im Land haben wolle, sondern nur "richtige" Flüchtlinge, denen es so richtig dreckig geht. Dann wäre man sofort bereit, endlich mal humanitär zu sein! Klopfen dann aber mal "richtige" Flüchtlinge an, dann ist nach 500 schon Schluss. Die Schweiz hat 2400 Gemeinden. Da kann jeder mal ausrechnen, wieviele Nasen pro Gemeinde das gäbe.
    1. Antwort von M. Hediger , Aarau
      David Brönnimann: Da haben Sie völlig Recht! Der Schaden, den die sog. Wirtschaftsflüchtlinge angerichtet haben, ist enorm. Wenn Flüchtlinge aus Serbien Asyl beantragen können, stimmt definitiv etwas nicht mehr! Hätten wir die Scheinasylanten nicht, hätten wir mehr als genug Platz für mehr als 500 echte Flüchtlinge
  • Kommentar von David Brönnimann , Basel
    Die schöne liebe humanitäre Schweiz..! Humanitär ja, abr nur wenn's den armen Steuerzahler nichts kostet - sonst kann er sich am Schluss nicht mal mehr die Ferien in der Türkei leisten! Grausam! Schliesslich haben wir hier schon genug Probleme! Nachbars übergrosser Baum zum Beispiel! Wirklich grausam! Unglaublich