Mehr Patienten in Ostschweizer Spitälern

Noch nie haben sich in der Schweiz so viele Patienten behandeln lassen wie letztes Jahr. Schweizweit waren es mehr als eine Million Menschen. Der Grund: Die Bevölkerung wird immer älter und kränker.

Leeres Bett im Spital Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Im Durchschnitt hütete ein Patient im vergangenen Jahr in einem Akutspital 7,4 Tage das Bett. Keystone

Der Grund für die Zunahme sieht Olivier Kappeler, Chef des Amts für Gesundheit, in der demografischen Entwicklung: «Wir werden immer älter und brauchen darum immer mehr medizinische Unterstützung», sagt Kappeler. Deshalb seien auch immer mehr Spezialisten nötig, was zu höheren Kosten führe.

Auch im St. Galler Kantonsspital stellen die Verantwortlichen eine Zunahme bei der Zahl der Patientinnen und Patienten fest. Auffallend sei, dass viele Leute direkt in den Notfall gingen, statt zuerst den Hausarzt aufzusuchen, sagt der Medienbeauftragte Philipp Lutz.

Insgesamt liessen sich im Jahr 2013 über eine Million Personen in den Schweizer Spitälern behandeln. Das entspricht knapp 12 Prozent der Bevölkerung, wie das Bundesamtes für Statistik zu seinen Erhebungen über die stationäre Gesundheitsversorgung schreibt.

Vor allem wegen Rückenproblemen, Erkrankungen des Kreislaufsystems und wegen psychischer Leiden wie Demenz oder Schizophrenie liessen sich die Patienten behandeln.