Mit eigenen Ideen gegen die Tourismusflaute

Nasskaltes Wetter und ein nach wie vor teurer Franken drohten den Touristikern in der Ostschweiz das Sommergeschäft zu vermiesen. Doch die Bilanz sieht nicht schlecht aus. Vor allem Destinationen und Anbieter mit eigenen Ideen konnten punkten.

Wanderer Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wandern im Sommer auf den Churfirsten. Das gehört zum Sommerprogramm vieler Schweizerinnen und Schweizer. Keystone

Das nasskalte Wetter im Mai und Juni liess lange nichts Gutes erwarten. Immerhin sorgten der Juli und die ersten Augustwochen für einen meteorologischen Umschwung. Deshalb konnten Anbieter wie beispielsweise die Bergbahnen im Toggenburg die Verluste der Vormonate grösstenteils wieder wettmachen.

15 Prozent weniger Gäste aus Euroland

Doch nicht nur das Wetter, auch der teure Franken setzten dem Fremdenverkehr zu. So hat die Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein rund 15 Prozent weniger Gäste aus dem Euroraum registriert. Dieser Aderlass konnte aber durch ein Mehr an Schweizer Gästen kompensiert werden, erklärte Geschäftsführer Remo Rey auf Anfrage.

Ein Mekka für Biker

Erfolgreich ist die Ferienregion Lenzerheide unterwegs: Laut Tourismusdirektor Bruno Fläcklin legte man bei den Übernachtungen um 10 bis 12 Prozent zu. Dies ist vor allem den Bikern zuzuschreiben, die den Ort immer zunehmend prägen. Die Lenzerheide hat sich mit diversen Biker-Events und einem Bike-Park als eigentliches Mekka für Biker profiliert. Willkommen seien aber auch nach wie vor Wanderer, betont Fläcklin. Um Konflikte zu vermeiden, wolle man in Zukunft die Bike- und Wanderwege besser entflechten.