Nach Axpo-Abschreiber fordern Kantone staatliche Unterstützung

Nach dem Milliardenabschreiber des Energiekonzerns Axpo fordern die Ostschweizer Kantone, dass der Staat in den Strommarkt eingreift. Auslöser ist die Ankündigung, dass nächstes Jahr keine Dividenden ausgeschüttet werden könnten.

Logo des Energie-Konzerns Axpo. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Nach dem Milliardenabschreiber bangen die Axpo-Kantone um ihre jährlichen Gelder. Keystone

Die Massnahme wurde am Freitagabend bekannt: Der Energiekonzern Axpo schreibt 1,5 Milliarden Franken auf Anlagen im In- und Ausland ab. Die Anlagen seien unrentabel geworden. In diversen Kraftwerken sei der Preis, zu welchem der Strom produziert werde, höher als der Marktpreis.

Die Folge: Den Aktionären könnte die Dividende gestrichen werden. Im Fall der Axpo sind das neun Kantone, die direkt oder indirekt am Unternehmen beteiligt sind. In der Ostschweiz sind dies die Kantone Thurgau, St.Gallen, beide Appenzell und Glarus.

Vor allem in jenen Kantonen, wo zurzeit Sparmassnahmen erarbeitet werden oder in Kraft sind, würde dies schmerzen. Dem Kanton Glarus entfielen so rund zwei Millionen Franken, wie Regierungsrat Rolf Widmer gegenüber Radio SRF sagte.

Sein Thurgauer Kollege Jakob Stark fordert nun Subventionen für die Strombranche. Man müsse verhindern, dass die Anlagen der Stromkonzerne weiter an Wert verlören, sagte Stark. Gegen einen Eingriff des Staates hingegen spricht sich der St.Galler Volkswirtschaftsdirektor Benedikt Würth aus.

Grundsätzlich hoffen die betroffenen Axpo-Kantone, dass im nächsten Jahr zumindest ein Teil der Dividenden fliessen.