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Ostschweiz Neue Kontroverse um geplanten Kiesabbau in Niederwil

Der Zementriese Holcim braucht Kies. Deshalb will er bei Niederwil in der Gemeinde Oberbüren eine Abbauzone schaffen. Geplant ist der Abbau von rund 1,4 Millionen Kubikmetern Kies. Doch unter den Anwohnern regt sich Widerstand.

Holcim-Kiesabbau bei Eglisau
Legende: Holcim-Kiesabbau bei Eglisau Keystone

Schon vor drei Jahren hatte Holcim Schweiz AG ein Abbaugesuch bei der Gemeinde Oberbüren eingereicht. Der Gemeinderat lehnte dieses aber ab, weil es aus formeller wie auch aus materieller Sicht ungenügend war.

Ein neuer Anlauf

Holcim hat das ursprüngliche Gesuch daher angepasst: Neu soll die Abbaukante 40 statt wie ursprünglich geplant 12 Meter von den Wohnhäusern liegen, was die Sicht auf die Grube verhindere, wie Holcim erklärt. Ausserdem wurde die Abbaufläche um zehn Prozent verkleinert und das Grubenvolumen von 1,7 Millionen auf neu nur noch 1,4 Millionen Kubikmeter reduziert. Auch sind für den Abbau weniger Sprengungen vorgesehen und es sollen spezielle Bagger zum Einsatz kommen.

Das neue Abbaugesuch wird nun von den zuständigen kantonalen Stellen geprüft. Anschliessend wird der Oberbürer Gemeinderat darüber entscheiden.

Widerstand der Anwohner

Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass die Anwohner in Niederwil auch gegen die neuen Pläne von Holcim Widerstand leisten werden. Schon vor drei Jahren wurde eine «IG Depo-NIE!» gegründet. Diese will nun erneut aktiv werden. Vor allem die Abstände zwischen dem geplanten Abbaugebiet und den Wohnhäusern sind weiterhin umstritten. Anwohner äussern gegenüber dem Regionaljournal Ostschweiz ihre Befürchtungen vor starken Immissionen, insbesondere durch Sprengungen und den Einsatz von schweren Bohrmaschinen. Darunter würden auch die Bausubstanz der Häuser sowie die Immobilienpreise leiden, so die Befürchtungen.

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