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«Erste kanakische Late-Night-Show der Schweiz»
abspielen. Laufzeit 08:44 Minuten.
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Neues Integrationsprojekt Schweizer sein – auch ohne rotes Büchlein

Am Samstagabend findet im St. Galler Kulturlokal Palace die «erste kanakische Late-Night-Show der Schweiz statt». Ein Titel, der aufhorchen lässt, wird der Begriff «Kanake» doch eher abwertend für Ausländer verwendet. Den Organisatoren geht es allerdings nicht um ausländerfeindliche Parolen – im Gegenteil: Sie setzen sich für eine vielfältige Schweiz ein, für ein «neue Schweiz», wie sie sagen.

Der Titel ist bewusst provokativ gewählt.
Autor: Mardoché KabengeleMitorganisator

Zu den Organisatoren gehört Mardoché Kabengele. Der 24-Jährige stammt aus der Demokratischen Republik Kongo, ist aber in Bern aufgewachsen und arbeitet dort als Kaufmann bei der Stadtverwaltung. Der Titel sei bewusst provokativ ausgewählt worden.

Diskriminierungen kennen sie aus eigener Erfahrung

An der Late-Night-Show gibt es zwar viel Humor, der Hintergrund ist allerdings ernst. Es soll nämlich ein Zeichen gegen ausländerfeindliche Debatten und alltägliche Diskriminierungen gesetzt werden.

Wir wollen aus der Rolle der Migranten als Bittsteller hinausgehen und sie auf eine Augenhöhe mit den anderen Leuten bringen.
Autor: Mardoché KabengeleMitorganisator

Diskriminierungen, wie sie auch die 23-jährige St. Gallerin Tatiana Cardoso erlebt. Die Portugiesin ist hier geboren und aufgewachsen. Rein optisch ist sie auf den ersten Blick nicht als Ausländerin zu erkennen. Rassistische Erfahrungen habe sie deshalb vor allem dann erlebt, wenn die Leute sie nicht gesehen hätten, sagt sie – beispielsweise per Mail oder Post.

Sie erhoffen sich viele Gespräche

Die beiden engagieren sich für eine neue, vielfältige Schweiz. Für eine Schweiz, in welcher sich Menschen, die hier aufgewachsen und geboren sind, nicht mehr als Fremde fühlen müssen. Sowohl Mardoché Kabengele als auch Tatiana Cardoso fühlen sich auch ohne rotes Büchlein als Schweizerin und als Schweizer.

Von der Late-Night-Show in St. Gallen erhoffen sie sich vor allem eines: viele Gespräche, die zu Gleichberechtigung führen.

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