Noch ein Kongress weniger in St. Gallen

Nach dem Brustkrebskongress zieht auch der Darmkongress weg von St. Gallen. Grund sind die fehlenden Hotelbetten in der Stadt. Dies sei bedauerlich, sagt der St. Galler Stadtpräsident. Dass jetzt weitere Kongresse die Stadt verlassen, glaubt er aber nicht.

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Bildlegende: Mit dem Darmkongress verliert St. Gallen einen weiteren, grossen Kongress. Keystone

Der Darmkongress fand bis jetzt jedes Jahr in den Olmahallen in St. Gallen statt. Rund 1500 Teilnehmer verzeichnete der Kongress jeweils. Da die Teilnehmer häufig ausserhalb der Stadt übernachten mussten, zieht der Kongress nun nach München, wie das «St. Galler Tagblatt» schreibt.

Stadtpräsident Thomas Scheitlin bedauert den Entscheid. Es gehe Wertschöpfung verloren, so Scheitlin gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF1. Auch wenn dies bereits der zweite Wegzug innerhalb von wenigen Monaten ist, glaubt Scheitlin nicht an einen Abwanderungs-Trend: Die Konkurrenz der Standorte sei sehr gross, jeder Kongress würde sich die besten Bedingungen suchen, so Scheitlin.

Die Stadt sei sich aber bewusst, dass das Hotelproblem gelöst werden müsse, wenn St. Gallen eine Kongressstadt bleiben soll. Dazu sei man mit Investoren im Gespräch.