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Ostschweiz Noch fehlt für den Ausbau der Eternit das Bauland

Mit ihren 300 Arbeitsplätzen gehört die Eternit zu den vier grössten Unternehmungen im Kanton Glarus. In Niederurnen ist es ihr zu eng geworden. Eternit will neben dem bestehenden Standort in der Gemeinde Glarus Nord ausbauen. Bauland gibt es keines – ausser die Gemeinde macht eine Umzonung.

Zwei beladene Anhänger vor der Eternit-Halle in Niederurnen.
Legende: Die Eternit in Niederurnen will dringend ausbauen. Sie plant eine 800 Meter lange Halle. Keystone

Neben dem Bauzulieferer Eternit in Niederurnen und auf der anderen Seite der Bahnlinie liegt das Riet, welches als Naherholungsgebiet von vielen Einheimischen genutzt wird. Just dort will Eternit seine 800 Meter lange Halle bauen.

300 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel. Darum sagt der Präsident der Gemeinde Glarus Nord, Martin Laupper, gegenüber dem «Regionaljournal Ostschweiz» von SRF 1: «Für die Gemeinde ist es eine grosse Herausforderung diesen Betrieb zu halten. Die Strategie ist daher klar. Wir müssen uns auf die bestehenden Unternehmungen konzentrieren und diesen eine verlässliche Partnerschaft bieten, die Entwicklungen möglich macht.» Darum will der Gemeinderat im Richtplan einen Eintrag machen, dass dort im Riet ein Arbeitsgebiet geplant werden kann.

Gemeindeversammlung entscheidet

Die Raumplanungskommission ist ganz anderer Meinung, betont die Präsidentin Ann-Kristin Peterson: «Soviel Land in einem Naherholungsgebiet zu verbauen ist, mit diesem wenigen Land, das wir zur Verfügung haben, nicht zeitgemäss.» Weiter befürchtet die Kommission, dass eine heutige Ausnahme zu einer zukünftigen «Zerfledderung» des Riets führen könne.

Die Kommission empfiehlt dem Gemeindeparlament, den Vorschlag des Gemeinderates abzulehnen und den Eintrag in den Richtplan nicht vorzunehmen. In einem ersten Schritt entscheidet das Gemeindeparlament. Aber das letzte Wort hat das Volk. Die Gemeindeversammlung entscheidet über den Richtplan im Sommer.