Notfalltelefon auf Brücke hat sich bewährt

Die Gmündertobelbrücke zwischen St. Gallen und Stein ist berüchtigt. In der Vergangenheit sind immer wieder Menschen von der 60 Meter hohe Brücke in den Tod gesprungen. Deshalb ist ein Notfalltelefon mit direkter Verbindung zur «Dargebotenen Hand» installiert worden.

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Bildlegende: Die Dargebotene Hand berät immer wieder Menschen mit Selbstmordabsichten. Keystone

Vor kurzem wurde auf der frisch renovierten Gmündertobelbrücke bei Stein im Kanton Appenzell Ausserrhoden ein Notfalltelefon der «Dargebotenen Hand» installiert. Die Behörden hoffen, mit dieser Massnahme Suizide zu verhindern. In der Vergangenheit sind immer wieder Menschen von der 60 Meter hohe Brücke in den Tod gesprungen.

Telefon hat sich im Kanton Zug bewährt

Bereits seit mehreren Jahren stehen solche Notfalltelefone auf der Lorzentobelbrücke im Kanton Zug zur Verfügung. Auch hier wurden zuvor viele Suizide registriert. Laut dem Geschäftsstellenleiter der «Dargebotenen Hand» Innerschweiz, habe sich diese Einrichtung bewährt. Immer wieder seien Hilferufe von dieser Brücke gekommen. Die Berater hätten suizidgefährdete Personen von ihrer Absicht abbringen können.

Geschäftsstellenleiter Klaus Rütschi hält das Nottelefon heute für wichtiger als bauliche Massnahmen wie beispielsweise der Installation von Schutzwänden oder von Netzen. Im Idealfall würden sich beide Massnahmen ergänzen.