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Die Frösche sind los «Ohne Amphibiensperre lägen hunderte tote Tiere auf der Strasse»

Zehntausende Amphibien wandern derzeit zu ihren Laichgewässern. Ein lebensgefährliches Unterfangen, wenn die Tiere eine Strasse überqueren müssen. Josef Zoller sorgt dort seit über 40 Jahren dafür, dass Frösche und Co. lebendig im Teich ankommen.

Legende: Video Die Frösche sind los abspielen. Laufzeit 4:34 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 24.03.2017.

«Ohne die Amphibiensperre lägen hier jeweils hunderte tote Tiere auf der Strasse», sagt der Biologe und ehemalige Lehrer Josef Zoller. Vor über 40 Jahren hat er an der stark befahrenen Untereggerstrasse zusammen mit anderen Freiwilligen die erste Amphibiensperre errichtet.

Diese hindert Frösche, Kröten und Molche daran, die gefährliche Strasse zu überqueren und überfahren zu werden. Stattdessen werden die nachtaktiven Tiere gezwungen, der Sperre entlang zu laufen – dabei fallen sie in im Boden eingelassene Eimer.

Ohne diese Schutzmassnahmen würden gewisse Arten hier gänzlich verschwinden.

Bei Tagesanbruch befreien Freiwillige wie Josef Zoller oder Schulklassen die Amphibien aus den Eimern und tragen sie über die Strasse zum Schlossweiher, ihrem Laichgewässer. Dieses Jahr konnten die Freiwilligen schon über 9000 Kröten, Frösche und Molche vor dem Tod durch die Strasse retten. «Ohne diese Schutzmassnahmen würden gewisse Arten hier gänzlich verschwinden», so Zoller.

Kröte im Wasser.
Legende: Eine Erdkröte (Bufo bufo) sonnt sich in einem Teich umgeben von Laichschnüren. Sie gehört zu den bedrohten Tierarten. Keystone

Ausgezeichnetes Engagement

Das Laichgebiet Untereggen ist von nationaler Bedeutung. Tausende Amphibien haben hier ihren Lebensraum, unter anderem bedrohte Arten wie die Erdkröte, der Teich- und der Fadenmolch.

Für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement wurden Josef Zoller und weitere Freiwillige 2015 von der Gemeinde Goldach ausgezeichnet. Die Amphibien sind voraussichtlich noch bis Mitte April unterwegs.

SRF, Schweiz Aktuell 19:00 Uhr

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2 Kommentare

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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Einen Dank an Herr Zoller und seinen freiwilligen Helfer für ihre unermüdliche Arbeit für Amphibien und bedrohte Arten wie die Erdkröte den Lebensraum zu sichern. Ohne diese Schutzmassnahmen würden gewisse Arten hier gänzlich verschwinden und wären ausgerottet. Respekt für die Natur und ihre Kreaturen. Danke.
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  • Kommentar von Tom Duran (Tom Duran)
    OK, einige Arten würden verschwinden, Andere hingegen nehmen überhand. Ich weiss noch vor drei Jahren wurden wir von der Birs vertrieben, wir sollen hier nicht bade, der Biber (ein nachtaktives Tier!) fühle sich gestört... Nun nehmen die Fiecher langsam überhand und knabbern an seltenen Bäumen und Pflanzen rum, so das man überlegt wie man die wieder los wird... Übrigens: ich bade schon seit Jahrzehnten an der Birs und tue dies auch noch heute. Von Umweltfundis lasse ich mich nicht vertreiben.
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