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Christof Huber: «Nervös werden wir nicht, aber wir werden alles genau analysieren müssen.»
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 02.07.2019.
abspielen. Laufzeit 08:55 Minuten.
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Openair St. Gallen «Wir rechnen mit einem Defizit»

Mit 80'000 Besucherinnen und Besucher über vier Festivaltage war das Openair St. Gallen erneut nicht ausverkauft. Im Gegenteil: Es kamen noch einmal 12'000 Leute weniger als letztes Jahr. Noch sei das Loch in der Kasse verkraftbar, heisst es beim Festivalchef Christof Huber, aber es schmerze.

Im Gespräch sucht Huber Gründe für den Besucherrückgang und erklärt, wie sich das Openair St. Gallen in Zukunft im nationalen Wettbewerb positionieren will.

Christof Huber

Christof Huber

Festivaldirektor Openair St. Gallen

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Christof Huber ist 1993 als Assistent des Geschäftsführers beim Open Air St. Gallen eingestiegen. Heute ist er Festivaldirektor beim Openair St. Gallen und in dieser Funktion Delegierter des Verwaltungsrates der OpenAir St. Gallen AG.

Inzwischen ist das Openair St. Gallen in eine Holdingstruktur überführt worden. Unter diesem Dach werden vier Festivals organisiert, so zum Beispiel auch das Summer Days Festival in Arbon.

SRF News: Christof Huber, das Openair war zum dritten Mal in Folge nicht ausverkauft. Was heisst das finanziell für das Festival?

Christof Huber: Natürlich ist uns ein ausverkauftes Festival auch lieber. Aber wir planten nicht auf ein ausverkauftes Festival. Wenn man das Programm umstellt, dann gibt es solche Ausschläge, die auch mal gegen unten zeigen. Es gab immer wieder Umbruchphasen - in den Jahren 2010 und 2004 zum Beispiel. Es wird bestimmt kein gutes Jahr werden, aber wir werden es verkraften.

Schauen wir das Loch in der Kasse konkret an. Wenn ich hochrechne, 12'000 Eintritte weniger: Fehlen ihnen hier eine bis eineinhalb Millionen Franken?

Noch kann ich keine genauen Zahlen nennen. Arbeiten wir beim Abbau zwei Tage länger, kostet uns dies mehrere tausend Franken. Das Wetter hat uns hier sicher geholfen. Wir werden voraussichtlich ein Defizit haben, aber es wird bestimmt nicht in dieser Dimension sein, wie sie hier vorgerechnet haben.

Wo sehen Sie die Gründe für den Besucherrückgang?

Wir wollten eine Verjüngung beim Publikum, da wir bei den 16- und 17-Jährigen verloren haben. Wir haben ein frischeres und progressiveres Programm gemacht. So haben wir bestimmt einen Teil der bisherigen Besucher verloren. Aber, die Jungen sind gekommen. Man muss den Schnauf haben, die Jungen anzuziehen. Dieser Prozess braucht zwei bis drei Jahre.

Programmiert Ihr wieder ähnlich, nächstes Jahr?

Wichtig zu verstehen, es ist nie ein Wunschprogramm. Einige Acts konnten gar nicht nach St. Gallen kommen, weil es noch andere Festivals gab. Aber - beim jungen Publikum gab es viel Lob. Ich glaube wir werden jetzt sehr genau alle Zahlen und Rückmeldungen analysieren. Dann müssen wir am richtigen Ort den Hebel ansetzen. Ich glaube wir sollten nicht nervös sein. Aber der Druck ist gross, ein gutes Festival zu machen, bei dejm alles stimmt; bei dem die Erwartungen der Besucher erfüllt sind - von der Musik über die Ticketpreise bis zu den Toiletten.

Das Gespräch führte Peter Schürmann.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Roman K  (Roman Kramer)
    ...Dieser Prozess braucht 2-3 Jahre.
    Ihr habt beim ersten mal schon gemerkt dass das nicht klappt und jetzt wollt ihr es noch 2-3 mal wiederholen??
    Schön dass ihr ein jüngeres Publikum anlocken wollt aber schaut doch mal die Verteilung nach alter an.
    Ihr vergrault mehr als das ihr dazugewinnt.
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  • Kommentar von Dominik Kessler  (dominikk)
    Vielleicht lieber am LineUp etwas sparen und dafür wieder mit den Preisen runter. Es gibt wirklich viele, welche nicht wegen den Acts ans OASG gehen (anders als dies z.B. in Frauenfeld ist). Man hat zum 40. Jubiläum die Preise erhöht, angeblich wegen dem Feuerwerk, und wollte dann wieder zurück mit dem Preis. Dies geschah natürlich nicht. Mir hat es dieses Jahr zwar gefallen, aber selbst für mich als jahrelanger Besucher sind die Eintrittspreise ein kritischer Punkt.
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