Opfer während Gebet erschossen

Im August 2014 wurde in einer Moschee in St. Gallen ein 51-jähriger Mann erschossen. Der mutmassliche Täter steht am Donnerstag vor Gericht. Hintergrund der Tat ist eine Fehde zwischen den beiden Familien.

Am 22. August 2014 besuchte ein 51-Jähriger das Freitagsgebet in der Moschee «El-Hidaje Islamische Gemeinschaft» in St. Gallen-Winkeln. Kurz nach Beginn des zweiten Gebetsteils näherte sich ein Mann dem Betenden und feuerte sieben Schüsse auf den vor ihm knienden Mann ab.

Die Schussverletzungen führten beim Opfer sofort zum Tod. Der mutmassliche Schütze konnte noch vor Ort von der Polizei festgenommen werden. Der 53-jährige Mann ist laut Staatsanwaltschaft grundsätzlich geständig.

Die Anklage fordert für den mutmasslichen Schützen eine Freiheitsstrafe von 20 Jahren wegen Mordes.

Opfer und Täter kannten sich

Sowohl das Opfer als auch der mutmassliche Täter sind gebürtige Albaner und sind später in die Schweiz eingewandert. Die Tat stehe im Zusammenhang mit einer Familienfehde.

In Walenstadt kam es vor 19 Jahren zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Opfer, dem mutmasslichen Täter und dessen Bruder. Dabei kam der Bruder des Beschuldigten ums Leben. Der mutmassliche Täter, das spätere Opfer, wurde freigesprochen. Der damals 34-Jährige habe in Notwehr gehandelt, hielt das Gericht fest.